Verschiedene Bibelübersetzungen

Verschiedene Bibelübersetzungen

Welche Übersetzungen werden auf kernbeisser.ch genutzt?


30. Mai 2020In AnleitungenBy Karsten Risseeuw6 Minutes

Mancher Leser stolpert auf der Kernbeisser Website über die verwendete Übersetzungen. Welche Übersetzungen werden genutzt und weshalb? Sie erscheinen ungewohnt, für einige schwierig. Beides lässt sich verstehen, aber es gibt Gründe dafür, gerade diese Bibelübersetzungen zu nutzen. Der Grundsatz lautet: So nah wie möglich am ursprünglichen Text, jedoch in einfach verfügbaren deutschen Übersetzungen.

Wir hören gerne, was bekannt ist

Zuerst sollten wir uns bewusst werden, dass wir gerne das hören, was wir bereits kennen. Haben wir also eine bestimmte Bibelübersetzung seit Langem gelesen, sind uns die Satzwendungen und Wörter «in Fleisch und Blut übergegangen». Eine solche Übersetzung ist uns am nächsten und wir interpretieren das als «einfach». Wenn wir dagegen in einer uns unbekannte Übersetzung lesen, stören uns vielleicht ungewohnte Satzwendungen oder Wörter. Sie kommen uns «fremd» oder gar «schwierig» vor. Das ist weder gut noch schlecht, sondern einfach nur anders.

Auf dieser Website geht es darum, die Bibel näher kennenzulernen. Die Website soll auch dazu ermutigen, Fakt von Fiktion unterscheiden zu lernen. Das gelingt nicht ohne direkte Verweise auf den Grundtext und nicht ohne Verwendung genauer Übersetzungen. Viele theologische Widersprüche kommen aus den Bibelübersetzungen oder werden von diesen weitergetragen (siehe z.B. Hölle oder Ewigkeit). Möchten wir mehr verstehen, braucht es geeignete Hilfsmittel, d.h. genauere Bibelübersetzungen. Deshalb ist einiges vielleicht «schwieriger» zu verstehen, weil es uns unbekannt ist. Möchten wir jedoch mehr erfahren, kommen wir nicht darum herum, das Neue aufmerksam mitzulesen.

Auf der Kernbeisser Website werden vor allem diese Übersetzungen genutzt:

  • Im Alten Testament wird vorwiegend die Elberfelder Übersetzung benutzt.
  • Im Neuen Testament wird vorwiegend das Konkordante Neue Testament benutzt.

Darüber hinaus jedoch gibt es bei jedem Bibelverweis einen direkten Link zur Website bibleserver.com, mit vielen Bibelübersetzungen. Dort lässt sich also jederzeit sehr bequem einen Text mit anderen Übersetzungen vergleichen.

Zitate aus dem Neuen Testament

Zitate aus dem Neuen Testament stammen in der Regel aus dem Konkordanten Neuen Testament. Dies ist die genaueste und noch lesbare Übersetzung im deutschsprachigen Raum, der sich als Ziel gesetzt hat, nicht nur zu übersetzen, sondern dem Leser auch so etwas wie einen Durchblick auf den Grundtext zu schenken. Das Konkordante Neue Testament liegt momentan in sechster Auflage vor und wird vom Konkordanten Verlag in Deutschland herausgegeben.

Diese Übersetzung wird verwendet, da sie weitgehend einheitlich mit Wörtern umgeht und in der beigefügten Konkordanz immer auf den griechischen Grundtext zurückgeht. Es ist wegen dieser Transparenz und der Art wie die Wiedergabe umgesetzt wurde eine einmalig gute Studienbibel. Ausserdem gibt es die Konkordanz auf den Grundtext, Einführungen zur Übersetzungsmethodik, Hinweise auf Sprachfiguren und vieles mehr.

Mehr zum Konkordanten Neuen Testament im folgenden Video:

Zitate aus dem Alten Testament

Die Zitate aus dem Alten Testament sind in der Regel aus der Elberfelder Übersetzung. Ein Konkordantes Altes Testament liegt auf Deutsch leider nicht vor. Es gibt jedoch eine Englische Ausgabe (PDF) vom Concordant Publishing Concern.

Sofern andere Übersetzungen genutzt werden, wird darauf hingewiesen.

Textverlinkung mit Bibleserver.com

Wem diese vorher genannte Übersetzungen zu unbekannt sind, oder gerne einmal eine andere Übersetzung zum Vergleich heranziehen möchte, kann das über die Textverlinkungen tun. Jeder Bibelverweis hat einen Link auf die Website bibleserver.com und zeigt dort die Elberfelder Übersetzung an. Weitere Übersetzungen stehen ebenfalls zur Verfügung und es lassen sich auch Übersetzungen miteinander vergleichen.

Beispiele:

Psalm 23
1Kor 1,9
Kol 1,20
1Tim 4,9-11

Diese Website bietet demnach verschiedene Möglichkeiten, Texte direkt und online zu vergleichen. Es lohnt sich, die zitierten Texte im jeweils eigenen Kontext zu betrachten.


Umsonst gerechtfertigt

Umsonst gerechtfertigt

Gottes Gnade benötigt keine Gegenleistung


In diesem fortlaufenden Studium über den Römerbrief erklärt Paulus die Grundlagen des Evangeliums. Der Apostel hat gerade angefangen über die Gerechtigkeit Gottes zu sprechen (Röm 3,21). Hier nun erklärt er, dass diese Gerechtigkeit in Seiner Gnade zu uns kommt. Verschiedene Wörter gehören unzertrennlich zusammen, wie Gnade und Gottes Gerechtigkeit. Das ist eine wichtige Wahrnehmung, denn Gnade wird nicht an unsere, sondern an Gottes eigene Gerechtigkeit verknüpft. Nicht was ich tun muss, sondern was Er getan hat, ist ausschlaggebend. Das ist eine sehr gute Botschaft.

Das Geschenk

«Umsonst gerechtfertigt in Seiner Gnade durch die Freilösung, die in Christus Jesus ist.»
Röm 3,24

Gottes Gnade erhalten wir umsonst, d.h. ohne Gegenleistung. Wenn wir «umsonst gerechtfertigt» sind, dann ist das nicht selbst verdient. Es geht um den Geber, nicht um den Empfänger. Der Schenkende ist Gott. Das ist hier die Aussage.

Ausserdem sind wir «gerechtfertigt». Das entspricht einer Statusänderung. Obwohl es offensichtlich ist, dass kein Mensch gerecht ist (Röm 3,10) und alle Menschen an einer Mangelerscheinung leiden (Röm 3,23), benutzt Gott diesen Umstand nicht gegen uns. Vielmehr stellt Er die Lösung bereit. Der Unterschied zwischen Gott und Mensch ist gravierend, hatte Paulus in den Versen zuvor erklärt. Das ist nicht etwa so, weil wir grundsätzlich schlecht wären, sondern es ist eine nüchterne Bestandsaufnahme, speziell im Vergleich mit Gottes Herrlichkeit. Es gibt einen Unterschied zwischen Gott und uns. Die Bildsprache lehnt sich an die eines Gerichts an. Der Unterschied ist so gravierend, dass er eine Begegnung des Wesens ausschliesst. Das ist so etwas wie eine Anklage, wenn wir es in einem bildhaften Vergleich ausdrücken wollen. So macht es Paulus. Wer angeklagt wird, der wird hier jedoch freigesprochen. Wer gerechtfertigt wird, der wird freigesprochen durch eine fehlende Anklage. Es wird keine Verurteilung stattfinden. Wenn Du und ich für gerecht erklärt werden, dann deshalb, weil die Anklage auf jemand anders (auf Christus) bereits angewendet wurde.

Diese Rechtfertigung wird uns geschenkt. Gratis ist sie allerdings nicht. Es hat jemand anders bezahlt. Gott selbst überbrückt diese Kluft. Die Zusage liegt hier: Gott war in Christus die Welt mit sich selbst versöhnend (2Kor 5,14-21). Gottes Gerechtigkeit wurde am Kreuz erreicht. Dort liegt der Ursprung und die Kraft dieser Aussagen.

Bauen wir auf Sein Wirken, können wir zur Ruhe kommen in Ihm. Gottes Gnade kann zu einer unerschöpflichen Quelle werden, die uns nährt und trägt.

Wie geht es weiter?

Wenn wir auf Gottes Gnade antworten, dann treten wir sozusagen in einen neuen Raum ein. In diesem Raum der Gnade Gottes dürfen wir uns als Befreite bewegen. Wie aber geht es weiter? Wenn alles Gnade ist, kann ich dann machen, was ich will?

Paulus hat bereits darüber geschrieben. Gnade ist kein Freibrief zum sündigen (vgl. Röm 3,8). Im Gegenteil: Wir sind zu einem hohen Preis erkauft worden, und sollten daher auf jeden Fall Gott in unserem Körper verherrlichen (1Kor 6,20, 1Kor 7,23). Gnade ist eben ganz anders als wir selbst denken. Gnade ist nicht billig. Gnade entsteht aufgrund von Gottes Gerechtigkeit. Diese wurde in Christus erfüllt. Denn wir sind

«Umsonst gerechtfertigt in Seiner Gnade durch die Freilösung, die in Christus Jesus ist…»

Röm 3,24

Das Wesen von Gottes Gnade ist die Schenkung. Sie ist umsonst. Als Beschenkte können wir mit Dankbarkeit auf dieses Geschenk antworten. Im fünften Kapitel vom Römerbrief kommen wir nochmals darauf zurück, denn Paulus schreibt dort:

«Jedoch ist es mit der Gnadengabe nicht so wie mit der Kränkung. Denn wenn durch die Kränkung des einen, die vielen starben, wie viel mehr fliesst die Gnade Gottes und das Geschenk in Gnaden (das von dem einen Menschen Jesus Christus ist) in die vielen [Versöhnten] über»
Röm 5,15-16

Auch hier sehen wir die Verknüpfung von Gnade und Geschenk. Es könnten viele weitere Stellen angeführt werden, die dasselbe aussagen.

Freilösung

Unsere Rechtfertigung hat eine Grundlage. Sie kam durch die Freilösung, die in Christus Jesus ist. An dieser Stelle wird das griechische apolutrosis (von-lösen) genutzt. Es ist ein anderes Wort als das reguläre lutrosis (Erlösung). Mit der Freilösung liegt die Betonung ganz auf Gottes Handeln. Es handelt sich um ein Loskommen aus Unfreiheit durch ein gezahltes Lösegeld. Freilösung ist die Freisetzung aufgrund einer Zahlung, die durch jemand anders geleistet wurde.

Dasselbe Wort apolutrosis lesen wir in verschiedenen Zusammenhängen:

«Aber nicht sie allein, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst ächzen in uns, den Sohnesstand erwartend, die Freilösung unseres Körpers»
Röm 8,23 – Diese Freilösung steht noch bevor!

«Aus Ihm aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott her zur Weisheit gemacht worden ist, wie auch zur Gerechtigkeit, Heiligung und Freilösung, damit es so sei, wie geschrieben steht: Wer sich rühmt, der rühmt sich im Herrn!»

1Kor 1,30–31

«In Liebe hat Er uns für Sich zum Sohnesstand durch Christus Jesus vorherbestimmt, nach dem Wohlgefallen Seines Willens, zum Lobpreis der Herrlichkeit Seiner Gnade, die uns in dem Geliebten begnadet. In Ihm haben wir die Freilösung durch Sein Blut, die Vergebung der Kränkungen nach dem Reichtum Seiner Gnade, die Er in uns überfliessen lässt.»
Eph 1,5-8, vgl. Kol 1,14

Christus zentral

Christus steht bei Paulus im Zentrum. Er ist die Grundlage von Gottes Wirken. Durch Ihn stellt Gott die Gemeinschaft wieder her. Wir erhalten die Freilösung durch Ihn umsonst. Einiges gilt jetzt schon, anderes steht noch aus.

Einerseits sind wir bereits Kinder Gottes (Röm 8,16), andererseits aber erwarten wir noch den Sohnesstand, die Freilösung unseres Körpers (Röm 8,23). Das eine sind wir bereits, das andere liegt noch vor uns. Wir sind Kinder, werden aber den Sohnesstand erhalten, was mit der Freilösung unseres Körpers gleichgestellt wird. Das Wort «Sohn» ist im hebräischen verwandt mit dem Begriff für «Bauen». Dahinter liegt der Gedanke, dass durch die Söhne das Haus gebaut wird. Sohnschaft für alle Gläubigen ist die Einsetzung in Verantwortung. Nicht mehr Kinder sind wir, sondern Söhne. Es wird dafür einen Startschuss besonderer Art geben. Auf diese Erwartung hin wurden wir gerettet (Röm 8,24). Ähnlich schreibt Paulus im Epheserbrief:

«In Ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Rettung, hört – in Ihm seid auch ihr, die ihr glaubt, versiegelt mit dem Geist der Verheissung, dem heiligen (der ein Angeld unseres Losteils ist bis zur Freilösung des uns zugeeigneten) zum Lobpreis Seiner Herrlichkeit.»
Eph 1,13-14

Es handelt sich noch um eine Verheissung. Wir haben es noch nicht wirklich. Wir haben aber eine Anzahlung und warten auf die Freilösung von dem, was uns einst gegeben wird. Heute ist geistlich, was einst Realität werden wird. Das bestimmt der Ausblick. Paulus beschreibt es so:

«Und betrübt nicht den Geist Gottes, den heiligen, mit dem ihr für den Tag der Freilösung versiegelt seid.»

Eph 4,30

Die «Freilösung, die in Christus Jesus ist» betrifft nach Römer 3 unsere Rechtfertigung und damit Befreiung von Verurteilung und Gericht, also von sämtlichen Herausforderungen unserer Zielverfehlung. Das gilt heute und wir sind geliebt, befreit und von Gott gewollt. Das ist eine Grundlage für befreites Leben im Hier und Jetzt. Freilösung geht noch einen Schritt weiter, weil es auch auf einen zukünftigen Tag der Freilösung hinweist. Dieser Ausblick kann niemand mehr ändern, weil Gott selbst mit Seinem Geist uns dazu versiegelt hat.

Auf diesen Tag hin können wir uns freuen, nicht jedoch ohne bereits das Hier und Jetzt in Gottes Gnade zu feiern. Wenn dann dieser zukünftige Tag kommt, geht’s erst richtig los.

«Er erweckt uns zusammen und setzt uns zusammen nieder inmitten der Überhimmlischen in Christus Jesus, um in den kommenden Äonen den alles übersteigenden Reichtum Seiner Gnade in Güte gegen uns in Christus Jesus zur Schau zu stellen.»
Eph 2,6-7

Vertiefung

  1. Aussagen über Rechtfertigung, Gerechtigkeit und dergleichen mehr sind problematisch. Weshalb? Menschen haben sich öfters vorgestellt, dass Gott mit Argusaugen auf unsere Taten hinabschaut und ständig richtend jeden unserer Schritte beurteilt. Wir leben sozusagen in einem Gerichtssaal, wo Gott der Richter ist. Allerdings: Diese Vorstellung findet keine Begründung in der Schrift. Es gibt keinen Gerichtstermin heute, sondern es handelt sich um eine Bildsprache. Hier wird etwas von Gottes und von unserer Realität abgebildet. Wie lässt sich der Unterschied zwischen Gott und Mensch überbrücken? Das versucht Paulus hier mit dieser Bildsprache zu klären.
    Wie siehst Du das?
  2. Erbsünde, Gericht Gottes scheinen für viele Menschen viel «begreiflicher» zu sein als die Hinweise auf Gottes eigene Gerechtigkeit, die uns geschenkt wird. Wo liegt der Fokus bei Dir? Was verstehst Du, was nicht?


Zuspruch erfahren

Zuspruch erfahren

Komm, steig aus dem Lärm aus und lasse Dich auf ein vertrauensvolles Zwiegespräch ein.


Wir brauchen Zuspruch. Heute und auch morgen. Keiner ist so wie Gott und steht über diese Welt. Wir sind fest in dieser Welt verankert – auch dann, wenn wir ein Bürgertum im Himmel haben (Phil 3,20).

Wir leben in Erwartung. Diese Erwartung kann in Kontrast zur aktuellen Situation stehen. Der Glaubende hat eine Zuversicht, die über das hinausschaut, was gerade stattfindet. Er erkennt geistlich, auch wenn es noch nicht tastbar ist. Wir leben – wie die Welt – in Erwartung einer künftigen Befreiung (Röm 8,18-25).

Diese Erwartung erlaubt eine Bejahung des Lebens, indem es das Leben in einem grösseren Kontext sieht (Ps 18,20). Gottes Wirken wird einbezogen. Gottes Gemeinschaft wird zelebriert. Gottes Wort wird als Ausblick und Zuspruch wahrgenommen. Wahrhafte Begegnung tröstet und ermahnt. Es gibt einen Ausblick auf Erfüllung der Erwartung. Das ist, was Zuspruch bezweckt.

Zuspruch (gr. paraklêsis) oder zusprechen (gr. parakaleo) ist wörtlich ein «neben-rufen» oder «abseits-rufen». Das ist so, als wird man beiseite gerufen, damit ein vertrauensvolles Gespräch stattfinden kann. Zuspruch ist nichts für die Masse, sondern etwas für Dich und mich persönlich, das nur abseits vom Lärm stattfinden kann. Wir können jemand zusprechen oder auch selbst zugesprochen werden. Immer geht es dabei um einen Zuspruch im Hinblick auf das Wesentliche. Ob das ermahnend oder tröstend geschieht, ist abhängig vom Kontext.

Paulus schreibt beispielsweise im Epheserbrief:

«Ich spreche euch nun zu – ich, der Gebundene im Herrn, würdig der Berufung zu wanden, zu der ihr berufen wurdet, mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld einander in Liebe ertragend.»
Eph 4,1-2

Obwohl selbst ein «Gebundener» (Gefangener), ermahnt Paulus hier die Empfänger des Briefes, ihre Berufung auszuleben mit einer von Liebe geprägtem Lebenswandel. Paulus schliesst nicht von sich auf Anderen, sondern erinnert daran, was Gott getan hat und noch tut.

In seinem Brief an die Kolosser spricht der Apostel davon,

«Dass ihre Herzen zugesprochen werde und sie in Liebe und zu allem Reichtum der Vollgewissheit des Verständnisses vereinigt seien, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes und des Vaters Christi, in welchem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind.»
Kol 2,2-3

Die Herzen werden zugesprochen! Paulus lädt ein, dass wir mit unserem ganzen Menschsein in die Realität Gottes eintreten, dort, wo – in Christus – alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind. Zuspruch geschieht dort, wo wir uns auf diesen Reichtum und auf diese Zwiesprache einlassen. Wir dürfen das. Wir können das, weil uns diese Geheimnisse eben nicht mehr verschlossen sind, sondern offenbart wurden. Wir sind dazu eingeladen.

Zuspruch geschieht gegenseitig. Es ist ein Dienst, den wir einander tun können. Darin geht es nicht um ausufernde Theologie oder um komplizierte Gedanken. Es geht um den Zuspruch des Herzens, im Vertrauen und im Staunen über Gottes Realität. Lasse Dich im Gespräch, auch durch den Zuspruch der Schriften (Röm 15,4), vom Gott des Zuspruchs (Röm 15,5) ermutigen.

Komm, steig aus dem Lärm aus, lasse Dich auf ein vertrauensvolles Zwiegespräch ein.


Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind

Es geht hier nicht um christliche Gemeinschaft


17. Mai 2020By Karsten Risseeuw20 Minutes

Es gibt einen Bibelvers, der landauf und landab als Ausdruck christlicher Gemeinschaft zitiert wird. Es ist dieser Vers: «Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dort bin Ich in ihrer Mitte» (Mt 18,20). Ist das jetzt eine Bestätigung der Gemeinschaft in der Gemeinde oder geht es hier um etwas anderes?

Keine Erfolgsformel

Eine gesunde Bibelbetrachtung betrachtet jeden Text immer zuerst im eigenen Kontext. Tut man das nicht, werden die Worte leicht falsch interpretiert. Das geschieht auch mit diesem Vers. Zwei Dinge werden hier oft angenommen, die im Text gar nicht erwähnt sind:

  1. Ab zwei Leute ist Jesus dabei (und mit drei wird’s richtig gemütlich)
  2. Dies ist eine Aussage über die Gemeinde (denn wir haben Jesus gepachtet)

Beide Annahmen sind falsch. Es geht hier weder um eine Formel wonach Jesus ab zwei Teilnehmer dabei ist, noch um eine Beschreibung der heutigen Gemeinde. Das lässt sich mit wenigen Fragen erkennen.

Zum ersten Punkt: Soll hier implizit auch ausgesagt sein, dass Jesus nicht bei Dir ist, wenn Du allein bist? Braucht es mindestens zwei Menschen, damit Jesus sagt «Jetzt lohnt es sich, dass ich dabei bin»? Vermutlich wirst Du dies verneinen, wonach der Vers sofort relativiert ist. Es wird uns intuitiv klar sein, dass es sich hier nicht um eine Art Erfolgsformel für Gemeinschaft handelt, noch um eine Zauberformel, um Jesus in Bewegung zu setzen.

Es wird uns intuitiv klar sein, dass es hier nicht um eine Art Erfolgsformel für Gemeinschaft handelt, noch um eine Zauberformel, um Jesus in Bewegung zu setzen.

Der zweite Punkt lässt sich ebenfalls leicht beantworten. Im Allgemeinen wird angenommen, dass die Gemeinde erst in der Apostelgeschichte beginnt. Vorher gab es noch keine Gemeinde, worin Gläubigen aus den Nationen einen Platz hatten. Die aktuelle Stelle ist noch vor dem Kreuz geschrieben und Jesus hat zuvor sehr konkret angegeben, dass Er ausschliesslich zu den verlorenen Schafen des Hauses Israels geschickt wurde (Mt 15,24). Von einer heutigen Gemeinde aus allen Nationen war wirklich keine Rede. Man kann diesen Text nicht einfach nach Belieben interpretieren. Nicht überall, wo «Jesus» darauf steht, ist auch «heutige Gemeinde» drin. Mehr dazu im Beitrag «Jesus und Paulus – sagen sie dasselbe aus?»

Das Problem mit einer solch populären Aussage ist nicht nur, dass man den Text falsch interpretiert, sondern auch, dass man den Text nicht versteht. Die ursprüngliche Bedeutung geht verloren und damit auch ein Stück Reichtum.

Warum geht es hier wirklich?

Es geht um eine Zurechtweisung

Möchten wir die Aussage im Kontext verstehen, müssen wir den Kontext miteinbeziehen. Dann liest sich diese Geschichte ganz anders.

«Wenn nun dein Bruder sündigt, so gehe hin und überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht auf dich hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jeder Rechtsfall durch zwei oder dreier Zeugen festgestellt wird. Wenn er aber nicht auf sie hört, sage es der herausgerufenen Gemeinde; wenn er auch der herausgerufenen Gemeinde nicht gehorcht, so gelte er dir so viel wie einer aus den Nationen oder ein Zöllner.
Wahrlich, Ich sage euch: Was auch immer ihr auf Erden bindet, wird das sein, was auch im Himmel gebunden ist und was auch immer ihr auf Erden löst, wird das sein, was auch im Himmel gelöst ist.
Wahrlich, wieder sage Ich euch: Wenn zwei von euch hier auf Erden darin übereinstimmen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird es Ihnen von Meinem Vater in den Himmeln gegeben werden; denn wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, dort bin Ich in ihrer Mitte.»
Mt 18,15-20

Dieser Abschnitt spricht nicht über willkürliche Themen, sondern die Aussagen gehören zusammen. Der gerade zitierte Abschnitt gehört zu einem Gespräch zwischen Jesus und Seinen Jüngern, das ganz Kapitel 18 beschlagnahmt. Die ursprüngliche Frage der Jünger in diesem Gespräch betrifft das «Königreich der Himmel» und die Antwort von Jesus passt zu diesem speziellen Kontext (Mt 18,1). Die Jünger erlebten mit Jesu Verkündigung sozusagen ein Anfang des kommenden messianischen Reiches. Das ist der Kontext und auch diese Verse gehören dazu.

Logischerweise geht es nicht nur um Zukunftsmusik, sondern auch um praktische Fragen. «Wenn nun dein Bruder sündigt» ist ein solcher Hinweis. Es geht um das gemeinschaftliche Leben. Was tun, wenn es Probleme gibt, wenn jemand «sündigt» und ein ungesundes Verhalten an den Tag legt? Dann gibt Jesus ein paar praktische Hinweise, die zum Schutz aller Menschen sind. Es geht um eine Zurechtweisung:

  1. Ein «Bruder» (jemand aus der Gemeinschaft) sündigt. Du siehst das Verhalten, das nicht in Ordnung ist (Mt 18,15)
  2. Gehe privat zu ihm und rede mit ihm. Das ist der erste Schritt (Mt 18,15)
  3. Reagiert dein Bruder nicht, rede nochmals, aber bringe ein oder zwei Zeugen mit («wo zwei oder drei…»). Mt 18,16)
  4. Reagiert dein Bruder auch dann nicht, bringe den Fall vor der herausgerufen Gemeinde (Mt 18,17)
  5. Reagiert dein Bruder auch nicht auf die Beurteilung durch die gesamte Gemeinde, soll man ihn betrachten als einer aus den Nationen (nicht-israelischen Völkern) oder wie ein Zöllner (Mt 18,17). Von diesen hat man sich distanziert. Dies zeigt auch eindrücklich, dass es hier nicht um die heutige Gemeinde geht.
  6. Die Beurteilung soll nun Gültigkeit haben im Himmel wie auf Erden. Jesus legt Verantwortung beim einzelnen Menschen, dann bei den einigen der Gemeinde, dann bei der gesamten Gemeinde. (Mt 18,18)
  7. Gott wird diese gemeinsamen Entscheide bestätigen, nicht weil Menschen etwa unfehlbar sind, sondern weil hier pragmatische Lösungen gesucht werden, mit Gottes Wirken vor Augen (Mt 18,19)
  8. (jetzt folgt die Begründung)… Denn wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, dort bin Ich in ihrer Mitte.

Das Thema ist Zurechtweisung in der Gemeinschaft und wie man darin vorgeht. Sieht man etwas, das nicht gut ist, soll man zuerst persönlich vorsprechen. Wenn das nicht fruchtet, soll man mit einem oder zwei Zeugen nochmals hingehen. Weicht der Bruder auch dort aus, geht es an die nächste und letzte Instanz: die Gemeinschaft. Gelingt auch da keine Korrektur des Verhaltens, sollte man diese Person als «ausserhalb des Volkes Israels» betrachten. Die jüdische Gemeinde in Jerusalem, die auf die Aufrichtung des messianischen Königreichs warteten, pflegten keinen Kontakt mit Nicht-Juden. Sogar mit frommen Proselyten wurde der Kontakt ausgewichen. Das zeigt beispielsweise die Geschichte von Petrus und Kornelius (Apg 10), wo Petrus sich heftig dagegen gewehrt hat, mit einem Proselyten Kontakt aufzunehmen.

Es handelt sich hier um eine Art Gemeindezucht. Dass nun Gott und Jesus solidarisch zu den Entscheidungen der Gemeinde stehen, ist hier die Aussage. Das ist aussergewöhnlich. Das Vorgehen ist sehr bedachtsam. Es sind mehrere Schritte erforderlich. Am Schluss soll jedoch der Entscheid vor dem Menschen ebenso gelten wie vor Gott.

Hier wird also keiner leichtfertig ins Aus manövriert. Man versucht den Menschen zu gewinnen, der durch sein Verhalten (nicht: andere Lehrmeinung!) aufgefallen war. Sollte man sich aber dazu entschliessen, sich von einem Menschen mit falschem Verhalten zu distanzieren, dann ist das in Ordnung. Mann kann also nicht aufstehen und behaupten, das sei bloss ein «menschlicher» Entschluss, den man direkt wieder anzweifeln kann, sondern es ist ein pragmatischer Entschluss, durch Übereinstimmung mehrerer Menschen gefasst wurde. Das wird gelten.

«Wenn zwei von euch hier auf Erden darin übereinstimmen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird es ihnen von Meinem Vater in den Himmeln gegeben werden». Es dürfte jetzt klar sein, dass es nicht irgendwelche Fragen oder Bitten betrifft, sondern, dass es um den überaus schwierigen Entscheid geht, jemand zurechtzuweisen und sich dabei vielleicht zu einem schmerzhaften Schritt der Distanzierung gezwungen sieht. Fasst Mut! Jesus ist in einem solchen Fall dabei. Er ist dann Mitte unter uns. Man darf mit Gottes Führung rechnen, auch dann, wenn nicht alles einfach ist. Der Fokus in diesem Abschnitt ist die Gemeinschaft. Einen solchen Entscheid wird im Hinblick auf die Gemeinschaft gemacht.

Zwei oder drei

Der Ausdruck «zwei oder drei» findet man im Alten wie im Neuen Testament. Paulus schreibt beispielsweise:

«Gegen einen Ältesten nimm keine Anklage an, ausgenommen auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin.»
1Tim 5,19

Diese «zwei oder drei» sollen dazu dienen, dass «nur mit mehreren Zeugen» eine Aussage gemacht werden kann. Das ist nötig, weil sonst einzelne Menschen gegen beispielsweise Ältesten in den Krieg ziehen. Das habe ich selbst mehrfach so erlebt und kann deshalb zustimmen, dass diese Aussage von Paulus an Timotheus sehr sinnvoll ist.

Paulus wiederholt dabei Hinweise, die es ebenso bereits in der Tenach (Altes Testament) gab:

«Auf die Aussage zweier Zeugen oder dreier Zeugen hin soll getötet werden, wer sterben soll. Er darf nicht auf die Aussage eines einzelnen Zeugen hin getötet werden.»
5Mo 17,6

«Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemanden auftreten wegen irgendeiner Ungerechtigkeit oder wegen irgendeiner Sünde, wegen irgendeiner Verfehlung, die er begeht. Nur auf zweier Zeugen Aussage oder auf dreier Zeugen Aussage hin soll eine Sache gültig sein.»
5Mo 19,15

Genau so hiess es auch im Matthäusevangelium, wie bereits zitiert:

«Wenn er aber nicht auf dich hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jeder Rechtsfall durch zweier oder dreier Zeugen Mund festgestellt wird.»
Mt 18,16

Mit Gemeinschaft im geselligen oder geistlichen Sinn hat dies nichts zu tun. Es geht um Zeugenaussagen und darum, dass man umsichtig mit einem schwierigen Fall in der Gemeinschaft umgehen soll.

Geht es nicht doch um Gemeinschaft?

Aber geht es nicht doch auch um Gemeinschaft? Nein, nicht nach dem Kontext. Man muss das zuerst hineininterpretieren.

Es gibt allerdings aus der jüdischen Tradition Fragen zur Gemeinschaft. Im Buch «The Life and Times of Jesus the Messiah» beschreibt Alfred Edersheim, ein Jude aus Budapest, die jüdischen Hintergründe zu den Evangelien. Das ist hochinteressant. Zu Matthäus 18,20 erwähnt er (Buch ii, Seite 124) eine Passage aus der Mishnah (Ab. iii.2) und der Talmud (Ber. 6a) und aufgrund von Maleachi 3,16, dass – wo zwei oder drei zusammenkommen und sich mit der Tora auseinandersetzen, die Schechina (die Herrlichkeit Gottes) unter ihnen ist. So versucht man dem Wort auf die Spur zu kommen und interpretierend eine neue Bedeutung daran zu verknüpfen. Man beachte jedoch, dass diese Art der Bibelbetrachtung völlig anders ist, als beispielsweise in evangelikalen Kreisen üblich.

Im gleichen Abschnitt erwähnt Edersheim, dass man in der jüdischen Tradition keineswegs gefolgert hat, dass man auf sich allein gestellt ohne Gottes Anwesenheit auskommen müsste. Auf Basis von Klagelieder 3,28 und 2Mose 20,21 erkannte man, dass Gott auch dann anwesend ist, wenn man allein ist. Er wird auch dann gegenwärtig sein und den einzelnen Menschen segnen.

Vertiefung


Der Fall Satans ist ein Hoax

Der Fall Satans ist ein Hoax

Die Bibel spricht nirgendwo von einem moralischen «Fall Satans».


Der sogenannte «Fall Satans» ist ein Pfeiler traditioneller Theologie. Dieser «Fall» wird auch «Höllensturz» genannt und wird aus ausserbiblischen Quellen abgeleitet. Das Ziel dieser Lehre ist es, den Ursprung der Sünde zu definieren. Die Bibel lässt zwar keinen Zweifel darüber bestehen, dass alles aus Gott ist, aber der Mensch denkt, dass «Sünde» nicht dazugehören sollte. Deshalb soll Satan einmal gut gewesen sein. Irgendwann hat er sich aufgelehnt und so die Abtrünnigkeit erfunden. Der einst makellose Engel sei dann «in Sünde gefallen». Gemeint ist hier also ein «moralischer Fall» und es soll die erste Sünde der Geschichte sein. Dieser «Fall Satans» ist jedoch eine erfundene Geschichte – ein Hoax.

Mit Dreizack und Flammen

Man stellt sich diesen Fall Satans in etwa so vor:

  • Satan war einmal ein perfektes himmlisches Wesen
  • Auflehnung zu Gott führte zu einem moralischen Fall
  • Satan wurde in die Hölle hinabgestossen

Hier entstehen Bilder im Kopf, von einem Satan, der in der Hölle wohnt, in den Flammen steht und einen Dreizack in der Hand hat. Solche Bilder sind der Bibel unbekannt. Die Annahmen jedoch, die zu diesem Bild führen, sind in christlicher Theologie weitverbreitet. Der «Fall Satans» soll vor dem Sündenfall von Adam und Eva stattgefunden haben, da die Schlange (ein Bildsprache von Satan) dort Eva verführte.

Es gibt durchaus unterschiedlich Sichtweisen innerhalb dieser Lehre. Nicht jeder ist der Meinung, dass Satan vom Himmel in die Hölle «umgezogen» ist und nun in der Hölle «wohnt». Man referiert beispielsweise an Hiob 1,6 wo erwähnt ist, dass Satan im Himmel ist. Weil er dort Hiob verklagt, soll diese Sitzung nach dem angeblichen moralischen Fall stattgefunden haben. Es gibt also verschiedene Ausprägungen der Lehre. Was bleibt ist dies: Satan soll für die Sünde verantwortlich sein. Er ist der eigentliche Bösewicht der Geschichte und deshalb ist Gott ausschliesslich gut (ein weiterer Hoax).

Wo Satan fällt

Wenn man die Bibel auf die Lehre prüfen will, soll die erste Frage lauten: Gibt es irgendwo einen Bericht von einem «Fall Satans»? Tatsächlich gibt es eine Stelle, wo Satan aus dem Himmel geworfen wird. Diese Bibelstelle hat jedoch nichts mit dem angeblichen moralischen Fall Satans zu tun. Alles aber der Reihe nach. In der Offenbarung an Johannes finden wir folgende Aussagen:

«Und es entstand eine Schlacht im Himmel. Michael und seine Boten stritten mit dem Drachen, und es stritt auch der Drache und seine Boten. Doch vermochten sie nichts gegen ihn, auch wurde ihre Städte im Himmel nicht mehr gefunden. Dann wurde der grosse Drache, die uralte Schlage, die Widerwirker und Satan heisst, hinabgeworfen. Der die ganze Wohnerde irreführt, wurde auf die Erde geworfen; und seine Boten wurden mit ihm hinabgeworfen. Da hörte ich im Himmel eine laute Stimme sagen: «Jetzt ist die Rettung, die Macht und die Königsherrschaft unserem Gott und die Vollmacht Seinem Christus zuteil geworden! Denn der Verkläger unserer Brüder, der sie vor den Augen unseres Gottes Tag und Nacht verklagte, wurde hinabgeworfen
Offb 12,7-10

Das ganze Buch betrifft eine Vision (Offb 1,1). Das trifft auch für diesen «Rausschmiss Satans aus dem Himmel» zu. Zwar wird hier nicht von einem «Fall Satans» im traditionellen Sinne gesprochen, aber er wird hier zumindest aus dem Himmel auf die Erde «hinabgeworfen». Das ist irgendwie schon nahe dran. Die Tradition spricht jedoch von etwas anderem.

Vergleichen wir die Tradition mit dieser Stelle aus der Offenbarung:

Zeitlich platziert die Tradition den Fall Satans noch vor dem Sündenfall von Adam und Eva. Johannes dagegen spricht von einem Hinabwerfen von Satan auf die Erde (nicht: in die Hölle) als ein zukünftiges Ereignis. Im Buch Offenbarung geht es auch nirgendwo darum, dass Satan einmal gut war und plötzlich die Sünde erfand. Er ist hier – wie an jedem anderen Ort der Bibel – von Grund auf schlecht.

Die Verführung der Christenheit

Die Lehre vom «Fall Satans» ist ein Hoax – eine erfundene Geschichte. Der Begriff «Hoax» wird heute im Internet viel verwendet. Dort kursieren zahllose erfundene Geschichten und «alternative Fakten». Das Problem mit diesen Falschmeldungen ist, dass viele Menschen sie ungeprüft teilen. So verbreiten sich falsche Informationen manchmal wie ein Lauffeuer und richten grossen Schaden an. Viele Falschmeldungen werden bewusst zur Desinformation und Beeinflussung von Massen genutzt. Mit manchen theologischen Ideen ist das nicht anders.

Für viele Christen ist die Lehre vom Fall Satans ein biblischer Tatbestand, den man unvoreingenommen einfach glauben sollte. Diese Sicht ist aus vielen Gründen problematisch. Nicht nur steht von dieser Lehre gar nichts in der Bibel, sondern wer meint, dass wir unser Denken nicht einschalten sollten? Kadavergehorsam gegenüber der Tradition soll empfehlenswert sein? Es gilt hier zu unterscheiden zwischen «Erklärungsversuchen» und «Aussagen der Bibel». Die Lehre ist ein Erklärungsversuch von Theologen, keine Aussage der Bibel.

Wir können es grossartig finden, dass sich in vergangenen Zeiten Menschen mit diesen Fragen auseinandergesetzt haben. Deswegen müssen wir aber nicht ungeprüft hinnehmen, was sie damals gedacht haben. Wir werden nicht alles erklären können aus der Bibel, aber zumindest kann man unterscheiden zwischen Dingen, die in irgendeinem Kontext tatsächlich geschrieben sind und solchen Dingen, die nirgendwo erwähnt werden. Danach kann man versuchen zu interpretieren.

Möchten man sich dem Thema von der Bibel her annähern, helfen diese zwei Fragen:

  1. Wird diese Lehre mit klaren Worten unmissverständlich in der Bibel erwähnt oder wird sie nur hineininterpretiert?
  2. Was finden wir zum Thema in der Bibel?

Die erste Frage sucht Aussagen die klar den angenommenen Tatbestand ausdrücken. Keine Bildsprache, keine Andeutungen, die keiner versteht, sondern unmissverständliche direkte Aussagen. Wenn es ein wichtiges Thema in der Schrift ist, müssen diese Dinge vorhanden sein. Ansonsten ist die Lehre kein Thema in der Bibel. Auf diese Art gewinnt man einen ersten Eindruck und sammelt Informationen. Schritt für Schritt lässt sich so ein besseres Verständnis erarbeiten. Dieses Vorgehen ist ganz anders als die Lehre oft präsentiert wird. Studien zum Thema gehen häufig von einem ganz bestimmten Mix an blinden Annahmen aus:

  1. Man geht ungeprüft davon aus, dass diese Lehre stimmt. Das ist die unverrückbare Ausgangslage.
  2. Man zitiert Jesaja 14 und Hesekiel 28, um daraus diesen angeblichen Fall zu fabrizieren.
  3. Es gibt Folgerungen über verschiedene weitere Texte.
  4. Direkte Aussagen der Bibel zum Thema werden vermieden.

Ich habe diese Art der Darstellung meist als ein Wiederkäuen alter Ansichten empfunden. Erkennt man einmal, wie die Lehre «bewiesen» wird, ist der Weg für eine nähere Prüfung frei. Die erwähnten Bibelstellen werden in folgenden Beiträgen näher angeschaut. In diesem Beitrag geht es darum, die grundsätzliche Annahmen sichtbar zu machen, womit gearbeitet wird. Diese stehen in einem direkten Kontrast mit der Bibel selbst, wozu gleich nachher einige Texte zitiert werden.

Satan sündigt «von Anfang an»

Die Lehre von einem «Fall Satans» geht davon aus, dass bei diesem Fall der Ursprung der Sünde gesucht werden muss. Das Wesen, das später zum Teufel wurde, wäre vorher ein makelloses und sündenfreies Wesen gewesen. Diese Annahme liest sich jedoch an keiner einzigen Stelle in der Bibel. Sie wird zwar in Jesaja 14 und Hesekiel 28 hineininterpretiert, aber in diesen beiden Kapiteln wird mit keinem Wort von Satan gesprochen. Auf diese beiden Kapitel kommen wir noch in separaten Beiträgen zu sprechen.

Ist es nun so, dass Satan irgendwann angefangen hat zu sündigen und war er vorhin tadellos? Nein. Johannes schreibt:

«Der Widerwirker sündigt von Anfang an.»
1Joh 3,8

Dies ist das Zeugnis der Schrift. Es ist eindeutig. Satan hat von Anfang an gesündigt und nicht erst später damit angefangen. Nicht nur fehlt also jede Spur eines angeblichen Fall Satans als Geschichte oder Beschreibung, sondern es gibt Bibelstellen, die diese Annahme direkt widersprechen. Johannes sagt jedoch noch mehr zum Widerwirker.

«Ihr seid von dem Vater, dem Widerwirker, und wollt nach den Begierden eures Vaters handeln. Derselbe war ein Menschentöter von Anfang an und hat nicht in der Wahrheit gestanden, weil keine Wahrheit in ihm ist.»
Joh 8,44

Johannes kennt keinen Fall Satans, kein Lichtwesen, das einen Fehltritt gemacht hat und in Sünde gestürzt ist. Dieser Satan war ein Problemfall «von Anfang an». Dazu erwähnt der Apostel auch noch, dass dieser Widerwirker «nicht in der Wahrheit gestanden hat». Es gab keine gute alte Zeit, sondern der Widerwirker war von Anfang an ein Widerwirker. Das ist sein Wesen. Es ist keine Wahrheit in ihm.

Es braucht Mut und Geduld, etwas zu prüfen

Wenn man auf diese Weise Schritt für Schritt untersucht, was an einer Aussage dran ist, braucht das Mut. Man muss bereit sein, bestehende Gedanken in konkreten Fragen umzuwandeln, um diese dann nachzuprüfen. Wird man nicht konkret, gelingt auch keine Prüfung. Erhält man auf konkrete Fragen nun auch konkrete Antworte, kann das Erstaunen oder gar Bestürzung auslösen. Erneut braucht es Mut, sich auf den Text einzulassen. Es gilt nun weitere Fragen zuzulassen und nicht sofort eine bekannte Antwort hineinzuprojizieren. Nach und nach gewinnt man einen Einblick zu dem, was tatsächlich geschrieben und erlangt ein Verständnis für breitere Zusammenhänge.

Dieser Prozess ist anspruchsvoll und keinesfalls fehlerfrei. Wer sich so mutig auf den Weg macht, läuft auch mal eine falsche Fährte nach. Dann kann man umkehren und den Faden dort aufnehmen, wo man ihn verloren hat. Neugierig bleiben hilft dabei, sich unvoreingenommen auf den Text einzulassen. Was geschrieben steht (z.B. Satan hat von Anfang an gesündigt) kann in direktem Kontrast zur Lehre stehen (Satan war am Anfang gut und makellos). Diese Unterschiede muss man sich erst einmal bewusst machen und erst dann lässt sich nach weiteren Hinweisen suchen, wie es in der Bibel geschrieben steht.

Der Fall Satans ist ein Hoax. Damit ist gesagt, was es nicht ist. Es müssen noch weitere Schriftstellen näher betrachtet werden, wie beispielsweise die erwähnten Stellen in Jesaja und Hesekiel. Auch benötigt es eine positiv formulierte Erkenntnis über das, warum es hier wirklich geht.

Stay tuned.


Ist Gott ausschliesslich «gut»?

Ist Gott ausschliesslich «gut»?

Gut und Böse in der Bibel


23. April 2020By Karsten Risseeuw19 Minutes

Gott erkennen ist gar nicht so einfach. Ist Gott nur gut, oder hat Er auch etwas mit dem Böse zu tun? Wer die Welt betrachtet sieht darin nicht nur Gutes, sondern auch durchaus sehr böse Dinge. Wir sehen und erfahren Ungerechtigkeit, Krankheit, Leiden, Tod, Krieg, Hunger, Epidemien, Arbeitslosigkeit, Verlust von Freunden, Kindern, Eltern und vieles mehr. Das Leben in dieser Welt ist nicht einfach. Wäre Gott da nicht zuständig? Warum ist da keinen Ausgleich sichtbar? Hat Gott nicht alles in Händen?

Gut und Böse

Fragen über Fragen! Diese Welt ist komplex und wir spüren das sofort. Gerade deshalb suchen viele Menschen nach vereinfachten Denkansätzen. Etwa so, dass Gott nur gut sei (sein sollte). Der Teufel sei dann zuständig für das Üble in der Welt. So sehen es ganz viele Menschen. Wir sehen darin ein dualistische Gottesbild und einen Kampf von Gut und Böse. Unzählige religiöse Vorstellungen werden so beschrieben. Diese Dualität von Gut und Böse ist auch im Kino omnipräsent (StarWars-Filme u.a. Interessant auch, wie StarWars-Figuren ihre Namen erhielten). Es sind die Märchen, die die Kassen klingeln lassen.

Unter Christen ist dieses dualistische Bild von Gott stark verbreitet. Gott wird immer als gut dargestellt. Besser noch: Gott soll ausschliesslich gut sein. Der Teufel dagegen soll die Ursache für alles Böse sein. Et voilà, schon ist das dualistische Gottesbild geboren. Gott und der Teufel kämpfen miteinander um die Vorherrschaft – StarWars lässt grüssen. Das geht in manchen, vor allem charismatischen Kreisen so weit, dass man in den «geistlichen» Kampf gegen den Teufel zieht. Mit der Bibel hat diese Sicht allerdings nichts mehr zu tun. (Nein, auch Epheser 6,10-17 spricht nicht davon.)

Wer sich ständig in einem Kampf zwischen gut und böse mit ungewissem Ausgang verwickelt sieht, kann Angst, Stress und Ungewissheit erfahren. Es ist nicht unproblematisch, was hier geschieht.

Die Sehnsucht der Schöpfung

Ein dualistische Gottesbild entspricht nicht den Angaben der Bibel. Gott steht nicht im Kampf mit einem gleich starken anderen Gott. Gott steht über allem. In der Bibel lesen wir unmissverständlich und wiederholt: «Alles ist aus Gott». Das muss das Böse mit einschliessen, ansonsten ist es nicht alles. Gott bewirkt alles nach dem Ratschluss seines Willens, und nicht nur etwas und nur ab und zu (Eph 1,11). Das ist ein grosser Unterschied zu einem dualistischen Gottesbild.

Allerdings ist diese Feststellung noch keine Erklärung für die Not dieser Welt. Diese Not ist real. Sie kann uns selbst betreffen. Es liegt eine Last auf diese Welt, von der auch Glaubende nicht ausgenommen sind. Es ist eine Sehnsucht und Vorahnung, dass es doch so nicht enden kann. Paulus beschreibt das wie folgt:

«Denn ich rechne damit, dass die Leiden der jetzigen Frist nicht wert sind der Herrlichkeit, die im Begriff steht, in uns enthüllt zu werden. Denn die Vorahnung der Schöpfung wartet auf die Enthüllung der Söhne Gottes.»
Röm 8,18-19

Paulus schaut voraus, und weiss, dass Gott alles in Händen hat. Er beschreibt nirgendwo einen Kampf zwischen Gut und Böse, als müssten wir Satan die Herrschaft entreissen, damit Gott gewinnen kann. Der Apostel spricht von einer Gewissheit. Er «rechnet damit», dass sich Dinge ändern. Er vertraut darauf, dass die aktuelle Situation aufgelöst und erlöst werden wird.

Während er im Vertrauen auf Gott fest mit einer Erlösung rechnet, gibt es von der Rest der Welt zwar keine Zuversicht, aber doch eine «Vorahnung». Menschen sehnen sich nach einer Lösung. Hollywood und Bollywood beschreiben diese Sehnsucht und Vorahnung in vielen Kinofilmen. Betrachtet man die Themen der Filmen aus dieser Perspektive, erkennt man leicht die Geschichten, die von einer Erlösung sprechen, von einem Happy End. Diese sind vielleicht nicht ganz real aus menschlicher Perspektive, aber es entspricht trotzdem der Sehnsucht und der Vorahnung, die in der Welt allgegenwärtig ist. Deswegen sprechen diese Kinofilme viele Menschen an.

Paulus schreibt im Römerbrief jedoch noch mehr:

«Denn die Schöpfung wurde der Eitelkeit untergeordnet (nicht freiwillig, sondern um des Unterordners willen) in der Erwartung, dass auch die Schöpfung selbst befreit werden wird von der Sklaverei der Vergänglichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.»
Röm 8,20-21

Hier erwähnt der Apostel, dass die Schöpfung nicht etwa freiwillig in diese missliche aktuelle Lage geriet. Vielmehr war es Gottes Wirken, der die heutige Situation bewirkte. Es geschah «nicht freiwillig, sondern um des Unterordners willen». Bevor jetzt einen Aufschrei kommt, fährt der Apostel bereits weiter und schreibt, dass dies alles in einer bestimmten «Erwartung» geschah und auf ein bestimmtes Ziel hin. Die Schöpfung selbst wird befreit werden von der Abhängigkeit der Vergänglichkeit. Das Ziel für die Schöpfung ist klar: Sie soll befreit werden zur «Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes». Oder mit anderen Worten: So wie die Glaubenden, so auch der Rest.

Paulus sieht der aktuelle Status der Welt als vorübergehend. Im Glauben sehen wir das und können damit rechnen. Allerdings sollten wir da ruhig den Blick über den Horizont schweifen lassen, wie Paulus es gerade vorführt. Die Zuversicht hört nicht bei den «Geretteten» der aktuellen Zeit auf, sondern bezieht die ganze Welt mit ein. Es gibt einen Ausblick und eine Erlösung für die ganze Welt. Dann fährt der Apostel weiter:

«Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis nun mit uns ächzt und Wehen leidet. Aber nicht sie allein, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst ächzen in uns, den Sohnesstand erwartend, die Freilösung unseres Körpers. Denn auf diese Erwartung hin wurden wir gerettet.»
Röm 8,22-24

Wir sind alle im gleichen Boot, die Schöpfung und wir selbst. Die Erwartung teilen wir. Wir selbst wissen, dass wir auf diese Erwartung hin gerettet wurden. Die Schöpfung weiss es noch nicht genau, aber sie hat eine Vorahnung.

Niemand ist gut ausser dem Einen

Ein dualistisches Gottesbild wird nirgendwo in der Bibel gelehrt. Gott ist zuständig. Auch wenn Satan der «Gott dieses Äons» genannt wird (2Kor 4,4), so prägt das nur diese Zeit. Gott selbst steht jedoch weiter über all dem und wird «König der Äonen» genannt (1Tim 1,17). Er regiert über alle Äonen (Zeitalter).

Die Bibel differenziert. Sie leugnet keine Dualität, aber macht klar, dass nicht Gott selbst, sondern nur diese Welt die Dualität kennt. Während also die Dualität in der Schöpfung anerkannt wird, gibt es kein dualistisches Gottesbild. Gott steht über allem. Er ist Ursprung und Ziel aller Dinge und trägt alles. Ein dualistisches Gottesbild scheint sich Gott als ein Teil der Schöpfung vorzustellen.

Unser Gottesverständnis kann getrübt sein. Von einer solchen Situation lesen wir in den Evangelien, wenn Jesus mit einem «Oberen» ins Gespräch kommt:

«Dann fragte Ihn ein Oberer: Guter Lehrer, was soll ich tun, damit mir äonisches Leben zugelost werde? Jesus aber antwortete ihm: Was nennst du Mich gut? Niemand ist gut ausser dem Einen: Gott.»
Luk 18,18

Jesus weist ab, dass Er ein «Guter» Lehrer sei. Gut ist nämlich nur Einer, nämlich Gott selbst. Achten wir hier auf den Unterschied:

Jesus sagt nicht: Gott ist nur gut.
Jesus sagt: Nur Gott ist gut.

Das ist ein gewaltiger Unterschied. Wirklich gut, in absolutem Sinne, ist nur Gott. Jesus ist nicht Gott – auch das geht hier hervor. Sonst macht die Aussage keinen Sinn. Nur Gott ist gut. Das heisst aber noch lange nicht, dass Gott «nur gut» ist. Zwischen beiden Gedanken sollten wir klar unterscheiden.

Die weitverbreitete Idee, dass Gott nur mit dem Guten etwas zu tun hat, ist undifferenziert und schlicht falsch. Er ist Ursprung aller Dinge und nicht nur «guter» Dinge. Jesus verweist darauf, dass Er nicht Gott ist. Der Oberer sollte ihn nicht «anhimmeln». Wirklich gut ist nur Gott selbst. Wir sollten Gott kennen. Da ist die Korrektur.

Gott erschafft das Böse

Die Idee, dass Gott etwa «nur gut» sei, ist ein typischer Auswuchs christlicher Theologie. Im Judentum wird das ganz anders gesehen. Hier verweist man gerne nach Jesaja, der folgende Worte schreibt:

«Ich bin JHWH Elohim, und da ist sonst keiner! Ausser Mir ist kein Elohim! Ich gürte dich, doch kennst du Mich nicht.
Damit sie erkennen mögen, die vom Aufgang der Sonne und die vom Westen, dass da niemand ist ausser Mir:
Ich bin JHWH Elohim, und da ist sonst keiner!
Der Ich bilde das Licht und erschaffe das Finstere,
bewirke das Gute und erschaffe das Böse,
Ich, JHWH Elohim, mache all dieses.»
Jes 45,6-7

Im Judentum ist die Ansicht weit verbreitet, dass Gott das Böse erschaffen hat. Das ist keine Meinung, sondern ein Verweis nach Jesaja. Im Christentum wird dies selten erkannt. Das hat aber mit dem Gottesbild zu tun, das man sich selbst erschaffen hat. Die Bibel ist durchaus vielseitiger und differenzierter als die eigene Theologie oder Tradition. Das Wort für «erschaffen» ist hier dasselbe als das, was für die Erschaffung von Himmel und Erde gebraucht wird (hb. bara).

Ist Gott nur gut?

Diese Frage lässt sich nun differenzierter beantworten: Nur Gott ist gut, aber Er hat auch das Böse erschaffen. Es geht hier um die Gottheit Gottes, ähnlich wie Hiob diese erfahren musste. Als Hiob sich mit Gott anlegte, musste er vermeintliche Bilder über Gott korrigieren. Er musste die Gottheit Gottes kennenlernen. Hiob berichtet dann:

«Und Hiob antwortete dem HERRN und sagte: Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und kein Plan für dich unausführbar ist. “Wer ist es, der den Ratschluss verhüllt ohne Erkenntnis?” So habe ich denn meine Meinung mitgeteilt und verstand doch nichts, Dinge, die zu wunderbar für mich sind und die ich nicht kannte. Höre doch, und ich will reden! Ich will dich fragen, und du sollst es mich wissen lassen! Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. Darum verwerfe ich mein Geschwätz und bereue in Staub und Asche.»
Hiob 42,1-6

Es ist abwegig, Gott nur mit dem Guten in Verbindung zu bringen. Zweifellos sind Licht und Liebe Merkmale seines Wesens. Gott ist nicht rachsüchtig. Das heisst aber noch lange nicht, dass Er für das Üble nicht zuständig sei. Gott selbst ist nicht Böse, aber es wird von Jesaja bezeugt, dass Er das Böse erschaffen hat. Das müssen wir erst einmal verinnerlichen.

Wer glaubt, dass Gott mit dem Bösen nichts zu tun hat, der hat keinen Gott, der diesen Namen verdient.

Häufig reagieren Leute gereizt, wenn man diese Gedanken erwähnt. Das passt so gar nicht ins eigene Gottesverständnis. Man hat sich auch alle mögliche Theorien zurechtgelegt, vom Fall Satans über Erbsünde und jene andere Lehren, damit man die Frage nach der ultimativen Zuständigkeit beiseiteschieben kann. Man kann es aber sehr einfach auf den Punkt bringen: Wer glaubt, dass Gott mit dem Bösen nichts zu tun hat, der hat keinen Gott, der diesen Namen verdient.

Es ist deshalb erstaunlich, dass viele Christen einerseits bekennen, dass Gott über allem steht, aber gleichzeitig von Satan reden, als wäre dieser der Anti-Gott, ein zweiter Gott, der dem «echten Gott» sozusagen die Beute streitig macht. Mit dem Gottesbild der Bibel hat das nichts zu tun. Wenn Gott «Gott» ist, dann steht Er allein über allem, dann ist allein Er gut, dann bringt allein Er alles zu Ende.

Wirkliches Gottvertrauen beginnt dort.

Vertiefung

Mit dieser kurzen Einführung in ein komplexes Thema werden nicht alles Aspekte erwähnt und nicht alle Fragen beantwortet. Das war auch nicht das Anliegen. Manche Bibelstellen hat man hier vielleicht zum ersten Mal gelesen. Die Aussagen sind kongruent mit der gesamten Schrift. Warum geht es bei diesem Thema wirklich? Es geht um unser Gottesverständnis und unser Gottvertrauen. Wenn Gott wirklich ohne Ausnahme für alles zuständig ist, was ändert sich dadurch?


Ausser Reichweite

Ausser Reichweite

Die Unterschiede zwischen Gott und Mensch sind real. Darin geht es allen Menschen gleich.


Dies ist bereits der vierte Beitrag zum Abschnitt Römer 3,21-23. Paulus richtet sich an die Gemeinde in Rom. Er schreibt an Gläubige, was wir bereits im letzten Beitrag gesehen haben.

Kein Unterschied!

«Nun aber hat sich, getrennt vom Gesetz, Gottes Gerechtigkeit offenbart (vom Gesetz und den Propheten bezeugt), eine Gerechtigkeit Gottes aber durch den Glauben Jesu Christi, die für alle ist und auf alle Glaubenden kommt. Denn da ist kein Unterschied; denn alle sündigten und ermangeln der Herrlichkeit Gottes.»
Römer 3,21-23

Zuvor hat der Apostel Paulus im Römerbrief aufgezeigt, dass Gottes Gerechtigkeit für alle in der Gemeinde ist, und nicht etwa parteiisch für die Juden oder für die Nicht-Juden. Alle sind gleich. Alle werden durch Glauben (und nicht durch Abstammung, das Halten von Geboten usw.) gerettet. Von dieser Feststellung aus geht es jetzt weiter.

Wer es immer noch nicht verstanden hat, hält Paulus jetzt vor, dass es «keinen Unterschied gibt». Vor Gott sind alle gleich. Er beschreibt damit die Juden-Gläubige und die Nationen-Gläubige innerhalb der Gemeinde. Keine Gruppe kann sich einbilden etwa mehr wert zu sein. Alle sind gleich. Es gibt keine Unterschiede vor Gott. Das ist von Gott her gesehen.

Auch auf andere Weise gibt es keine Unterschiede, denn von dem Mensch aus betrachtet, schafft es keiner Gott gleich zu sein. Wir alle leiden an einer Mangelerscheinung. Darin sind wir als Gläubige und Menschen untereinander gleich. Alle sündigen, schreibt Paulus, und ermangeln der Herrlichkeit Gottes. Daraus wird klar, dass Sünde so etwas wie eine Mangelerscheinung ist. Den Vergleich mit Gott hält kein Mensch stand. Darum geht es. Wir sind nicht wie Er und darin sind wir alle gleich.

Natürlich lässt sich diese Grundidee noch ausschmücken. Wenn Paulus von der Herrlichkeit Gottes spricht, so erklärt er damit einen Unterschied zu uns. Das Wort für Herrlichkeit im Hebräischen ist kavod. Psalm 19,12 liest beispielsweise כְּבֹֽוד־אֵ֑ל, kavod-el, Herrlichkeit Gottes. Der Wortstamm zeigt auf etwas das «schwer» ist. Es ist eine überfliessende, schwere Gewichtigkeit, die das Wort Herrlichkeit bestimmt. In Psalm 19 heisst es:

«Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk»
Ps 19,2

So überwältigend schön und endlos wie die Himmel, so ist Gottes Herrlichkeit. Heute könnte man sagen: Es ist gigantisch. Oder auch: Er ist soviel grösser als wir selbst sind. Er hat Gewicht. Wir dagegen haben nur Federgewicht.

Diese Herrlichkeit als «Gewichtigkeit» deutet auch auf Ansehen, auf Ehre hin. Dabei sind Äusserlichkeiten nur Abbildung der inneren Wirklichkeit. Wenn die Himmel die Herrlichkeit Gottes erzählen, so ist das lediglich das äussere Erscheinungsbild. Beispielhaft zeigt dies, mit Wem wir es zu tun haben.

Was ist Sünde?

Es gibt keinen Unterschied, sagt Paulus, weil alle sündigen. Diese Aussage betrifft nicht Gott, sondern uns. Zwischen Menschen gibt es keinen Unterschied, weil alle Menschen (zuerst die Gläubigen hier!) sündigen. Sie ermangeln der Herrlichkeit Gottes. Das Wort für sündigen hat mit dem Verfehlen eines Ziels zu tun. Die biblische Bedeutung von «Sünde» ist schlicht Zielverfehlung. Das wird an verschiedenen Bibelstellen deutlich, die das Wort in leicht verständlichen Zusammenhängen nutzt. So lesen wir im Buch Richter:

«Unter diesem ganzen Kriegsvolk waren 700 auserlesene Männer, die Linkshänder waren. Diese alle schleuderten mit dem Stein aufs Haar genau und verfehlten ihr Ziel nie.»

Ri 20,16

Diese Männer verfehlten ihr Ziel nie. Hier wird dasselbe Wort verwendet, das fast überall sonst mit «sündigen» übersetzt wird (hb. chatah). Man hätte auch übersetzen können, dass sie im Schleudern nicht «sündigten». Ein weiteres Beispiel findet sich in den Sprüchen:

«Ohne Erkenntnis ist selbst Eifer nicht gut; und wer mit den Füssen hastig ist, tritt fehl.»
Spr 19,2

Dasselbe Wort chatah wird hier mit «fehltreten» übersetzt. Die Grundbedeutung ist dieselbe. Wer sündigt, der verfehlt das Ziel, der tritt daneben, der stolpert vom Weg. Vielleicht dürfen wir diesen Zusammenhang auch umkehren: Wir verfehlen das Ziel, und das ist es, was die Bibel mit «Sünde» bezeichnet. Sünde = Zielverfehlung.

In Römer 7,7 heisst es:

«Was wollen wir nun vorbringen? Etwa das Gesetz sei Sünde? Möge das nicht gefolgert werden!»

Röm 7,7

Hier könnte man auch übersetzen: Etwa das Gesetz sei einen Fehlschlag? Oder verfehlt etwa das Gesetz sein Ziel? Und wie leben wir selbst in Seinem Licht? Diese rhetorische Fragen führen nur zu einer Aussage: Wir ermangeln der Herrlichkeit Gottes. Wir sind anders als Er. Das ist die Realität.

Die grosse Gleichschaltung

Was hier geschieht, ist nicht ohne Folgen für das Verständnis des Evangeliums. Vor Gott sind alle Menschen gleich. Das gilt sowohl von Ihm aus gesehen, als auch vom Mensch aus betrachtet. Gott ist der ganz Andere. Im Vergleich zu Ihm sind alle Menschen gleich. Wir sind gleich vor Ihm in Christus. Wir sind aber auch gleich untereinander wegen den eigenen Unzulänglichkeiten.

In dieser Gleichschaltung ist eine Befreiung. Wir sollten aufhören uns mit anderen Menschen, mit anderen Gläubigen, mit Weniger-Gläubigen oder Mehr-Gläubigen zu vergleichen. Wir sind alle gleich vor Gott. Auch unsere eigene Schwachheiten sollten wir nicht ständig in den Vordergrund rücken. Wir sind nicht so wichtig, dass wir es offiziell schwieriger oder besser als andere Menschen haben können. Darum geht es nicht. Das Evangelium ist berauschend einfach: Du und ich sind gleich vor Gott. Wir sind gleich mangelhaft und gleich beschenkt.

Das wäre einen Grund zum Danken.


Arbeitsblätter Apostelgeschichte

Arbeitsblätter Apostelgeschichte

Die Entwicklung der Geschichte selbst entdecken


Die Apostelgeschichte wird oft bloss als «Erzählung» eingeschätzt, so etwas wie ein Roadmovie aus dem ersten Jahrhundert. Das Buch jedoch erfüllt eine Schlüsselrolle im Neuen Testament. Es beschreibt die Auseinandersetzungen unter den Aposteln und die Entwicklung der ersten Gemeinden. Einerseits ist das die Gemeinde in Jerusalem, mit den 12 Aposteln, andererseits jedoch auch etwas ganz Neues, nämlich eine Gemeinde aus allen Nationen, durch die Berufung und Arbeit eines neuen Apostels, Paulus.

Nichts scheint wie es war

Die Realität der ersten Wochen nach Jesu Himmelfahrt war geprägt von extremen Erfahrungen: Tod, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu. Es war Unglaubliches geschehen. Die Aposteln verstanden sich selbst nun als «Zeugen der Auferstehung» (Apg 1,22) und nicht mehr nur als «Verkündiger vom Evangelium des Königreichs» (Mt 10,1-7). Die Apostelgeschichte beschreibt wie es weiter ging. Es gab ein «vor dem Kreuz» und es gibt ein «nach der Auferstehung». Die Apostelgeschichte steht am richtigen Ort, nämlich zwischen den Evangelien und den Briefen.

Plötzlich war Jesus nicht mehr da und sowohl die Apostel wie die Gemeinde mussten sich mit einer neuen Situation auseinandersetzen. Das geschah nicht ganz reibungslos. Insbesondere das Auftreten eines neuen, 13. Apostels, Paulus von Tarsus, war Anlass zu grossen Änderungen. Er erhielt eine spezielle Berufung und machte sich auf den Weg zu neuen Horizonten. Paulus erfuhr, dass die Nationen für eine Botschaft der Gnade empfänglich waren.

Für die 12 Apostel war es undenkbar, dass Nicht-Juden Zugang zu dieser messianischen Erwartung von Israel erhielten. Petrus musste mit Visionen mühsam dazu bewogen werden, mit einem Nicht-Juden in Kontakt zu treten. Dieser Kornelius war jedoch nicht einfach ein Nicht-Jude, sondern er war Proselyt, also jemand der dem Judentum sehr nahestand. Für Petrus war bereits dies ein Problem, zu dem er besondere Erlebnisse machen musste, damit er sich auf diesen Kornelius einliess. Er war damit so fortschrittlich, dass er von den anderen Juden aus der Jerusalemer Gemeinde straffen Gegenwind erfuhr.

Die Berufung von Paulus

Paulus wurde von Gott berufen, damit etwas Neues geschehen konnte. Er spricht mehrfach über «sein» Evangelium und berichtet von «Geheimnissen», die er nun offenbaren sollte. Wir sollten das nicht unterschätzen, denn er sprach von anderen Dingen als die 12 Aposteln. Paulus spricht auch andere Dinge an als Jesus in den Evangelien (siehe diesen Beitrag). Er wurde direkt von Jesus Christus gelehrt und seine Verkündigung spricht nicht einfach von den gleichen Dingen wie die 12 das verinnerlicht hatten.

Die 12 Apostel erhielten von Jesus einen «Missionsbefehl», aber sie haben den nie umgesetzt. Paulus jedoch geht hinaus zu den Nationen, aber er macht keine Mission im Sinne wie es Jesus den 12 gesagt hatte. Paulus missioniert keine Völker und lehrt sie auch nicht Gebote zu halten, wie es die 12 als Auftrag erhielten (Mt 28,19-20). Diese erste Zeit war demnach sehr spannend. Hier geschah etwas Neues!

Diese Differenzierung ist wenig bekannt. Viele Christen meinen, dass das ganze Neue Testament von Jesus spricht, und dass deshalb alles von der heutigen Gemeinde spricht. Das ist jedoch ein Kurzschluss. Wer aufmerksam mit der Geschichte mitliest, der entdeckt, dass Jesus und die 12 Apostel sich ausschliesslich mit der Erwartung von Israel beschäftigt haben. In diesen Vorstellungen gab es keine Kirche, wie wir die heute kennen. Das ändert sich erst, wenn Paulus berufen wird. Nur er wird «Apostel der Nationen» genannt. Paulus allein spricht von der Gemeinde als von dem «Körper Christi». Die 12 jedoch ändern den Kurs nicht. Sie stehen nach wie vor in der Erwartung der Verheissungen für Israel. Nur Paulus spricht davon, dass man ohne Vermittlung des Volkes Israels direkten geistlichen Zugang zu Gott haben kann (Eph 2,18). Das war umwerfend neu. Nun entstand eine zweite Gemeinde, die heutige Gemeinde, der Körper Christi. Sie entstand parallel zur Jerusalemer Gemeinde. Dies lässt sich in der Apostelgeschichte nachverfolgen.

Welche Entwicklung gibt es im Neuen Testament?

Nach dem Himmelfahrt Jesu setzte eine Entwicklung ein, die durch vielseitige Auseinandersetzungen geprägt war. Folgende Fragen tauchten auf:

  • Was geschah mit der Erwartung des messianischen Königreiches?
  • Was war nun mit Israel?
  • Wie können die Nationen nun plötzlich glauben?
  • Weshalb mussten die Nationen keine Proselyten mehr werden?
  • Sollten die Nationen-Gläubige nicht auch das Gesetz des Mose halten?
  • Warum war ein 13. Apostel notwendig?
  • Warum sind die 12 Apostel nie zu den Nationen ausgegangen?
  • Erkläre die Unterschiede zwischen der Jerusalemer Gemeinde und den Gemeinden unter den Nationen
  • Warum hat Paulus «Geheimnisse» offenbart? Spricht er von anderen Dingen als die 12 Apostel?

Diese und weitere Fragen bewegten den Aposteln in dieser ersten Zeit. Die Auseinandersetzung bewusst wahrzunehmen hilft dabei, das Neue Testament sich selbst erklären zu lassen. Es ist eine spannende Geschichte, die gemeinsam entdeckt werden kann.

Arbeitsblätter Apostelgeschichte

Die «Arbeitsblätter Apostelgeschichte» sind 5 Blätter für das eigene oder das gemeinsame Bibelstudium. Das Ziel der Arbeitsblätter ist, dass man intensiver mit diesem Buch auseinandersetzt und sich über die Änderungen in der Geschichte bewusst wird. Als Einstieg kann es aufzeigen, dass das Neue Testament kein Eintopfgericht ist. Die Apostel haben sich mit ganz unterschiedlichen Themen auseinandersetzen müssen und viele Antworte entwickelten sich erst mit der Zeit.

Die Arbeitsblätter bieten keine fix fertige Antworte, sondern laden dazu ein, sich selbst mit der Schrift auseinanderzusetzen. Es ist so etwas wie eine erste Bekanntmachung mit der Apostelgeschichte. Tauchen dabei weitere Fragen auf, dann ist das Ziel erreicht.

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