Arbeitsblatt Apostelgeschichte

Arbeitsblatt Apostelgeschichte


Ein Übergangsbuch

Die Apostelgeschichte ist das zweite Buch des Arztes Lukas. Er schreibt für einen Mann namens Theophilus (Gott-Liebhaber). Im Lukas-Evangelium schreibt er über das Leben von Jesus und in der Apostelgeschichte über die weitere Entwicklung, nachdem Jesus auferstanden ist.

Die Apostelgeschichte ist eine spannende Geschichte. Es ist der Bericht einer Entwicklung. Die Geschichte beginnt in Jerusalem und endet in Rom, sie beginnt mit Petrus und endet mit Paulus, sie fängt mit der Frage an ob in dieser Zeit das Königreich für Israel aufgerichtet wird und endet mit der Feststellung, dass die frohe Botschaft nun zu den Nationen gehen wird, und diese werden auch hören.

Die Apostelgeschichte ist die Geschichte der Apostel und wie diese Zeugen der Auferstehung wurden. Es ist auch die Geschichte der Gemeinde in Jerusalem und der Bericht über die entstehenden Gemeinden unter den Nationen.

Wer die Apostelgeschichte in seiner Entwicklung versteht, kann vieles im Neuen Testament besser erfassen. Es ist ein Übergangsbuch. Es steht zwischen den Evangelien und den Briefen. Was in den Evangelien beschrieben ist, ist vor dem Kreuz. Die Briefe sind alle nach Kreuz und Auferstehung. Die Apostelgeschichte gibt Einblick in die Erlebnisse die den Briefen vorangegangen sind. Wir können die Bibel nicht als strukturloses Durcheinander sehen. Es findet eine Entwicklung statt. Die Apostelgeschichte ist ein Highlight in der Entwicklung des Neuen Testaments. Hier lassen sich bedeutsame Änderungen nachspüren.

Die Tabelle, die hier heruntergeladen werden kann, ist ein Arbeitsblatt. Während dem Lesen der Apostelgeschichte lassen sich Stichworte zu verschiedenen Themen aufschreiben, die am Schluss eine bessere Übersicht über diese Entwicklung im Buch ermöglichen. Es ist die Vorbedingung zu einer weiteren Interpretation und Wertschätzung.

Version 1.0


Wie wir die Bibel lesen

Wie wir die Bibel lesen

Es braucht ein Gespräch darüber, wie wir die Bibel lesen.


Rückbesinnung

«Wir müssen reden!» Mit diesen Worten würde ich mich gerne an viele Menschen wenden. Wir müssen reden über die Bibel. Denn das, was über die Bibel gedacht wird, wie sie gelesen und interpretiert wird, das geschieht oft «automatisch», ohne grosses Überlegen. Dabei gibt es gewaltige Unterschiede in der Art, wie wir uns der Bibel annähern.

Von Menschenwort bis Gotteswort, von fehlerfrei bis unzuverlässig – wie Christen die Bibel lesen kann unterschiedlicher nicht sein. Das geht dann so weit, dass Christen sich gegenseitig ablehnen. Jemand der die Bibel nicht so liest, wie ich sie selbst lese wird  dem Glauben abgestritten. Oder wer «freier» denkt, sieht herablassend auf eine eher konservative Sicht herab. Beides habe ich schon erlebt. Richtig und falsch, schwarz und weiss. Dienen tut das jedoch niemand.

Was man von der Bibel erwartet und wie man dieses Buch der Bücher sieht, ist eine Sichtweise, eine Interpretation und ein Verständnis. Die Bibel polarisiert. Christen schlagen sich auf diese oder jene Seite des Verständnisses. Wir müssen reden über die Art, wie wir die Bibel lesen und weshalb das so ist, denn daraus nährt sich unseren Glauben. Daraus entscheidet sich ebenfalls, welche Gesprächskultur wir pflegen, welche Ziele wir verfolgen und warum dies so ist. Wenn wir im Gespräch unsere Sicht auf die Bibel ansprechen, klären und erörtern, dann wird damit sehr viel von unserem Glaubensverständnis sichtbar. Tun wir das gemeinsam, dann vertiefen wir unser Leben, schenken einander Einblick und Ausblick und bereichern unseren Glauben.

5 Arten des Bibellesens

Wie lesen Christen denn die Bibel? Die folgenden Ansätze sind nicht umfassend, aber dürfen der Orientierung dienen:

  1. Die Bibel ist Gottes Wort – jedes Wort ist inspiriert, es ist fehlerfrei. Ein Wunder der Offenbarung Gottes.
  2. Die Bibel ist Gottes Wort – es ist zuverlässig, weil es von Gottes Geist durchdrungen ist, aber nicht jedes Wort muss fehlerfrei sein (es gibt zwischen Abschriften kleinere Abweichungen)
  3. Die Bibel ist Menschen Wort – alles ist fake. Die Bibel ist eine Fälschung.
  4. Die Bibel ist Menschen Wort – Menschen schreiben nur von ihrer Erfahrung. Gott ist nur eine Projektion.
  5. Ganz gewöhnliche Menschen, von Gottes Geist getragen, haben jeweils Teile der Bibel geschrieben. Hat Petrus nicht so etwas gesagt? (2Pet 1,21)

Es ist nichts schwarzweiss

Unschwer lässt sich erkennen, dass es mehr als nur zwei Meinungen gibt. Es gibt nicht einfach die Guten und die Bösen. Es gibt nicht nur diejenigen, die die Bibel vertrauen und andere, die die Bibel von Grund auf Misstrauen. Eine solche Annahme wird der Realität nicht gerecht. Man kann die Bibel auch vertrauen, wenn man einräumt, dass hier oder dort auch mal etwas «Menschenwort» drin sein. Das ist nämlich nachweislich der Fall (vgl. Apg 17,28 u.a.).

Wer davon ausgeht, dass die Bibel 100% inspiriertes Gotteswort ist, hat dafür gute Indizien. Wer im Licht der Bibelwissenschaft erkennt, dass wir vielleicht doch hier oder dort noch mal «über die Bücher» müssen, hat ebenfalls gute Indizien. Für mich als Bibelleser darf es nicht darum gehen, dass ich sozusagen auf Vorderhand entscheiden muss, dass «ein richtiger Christ» oder «ein erleuchteter Christ» sich auf diese oder jene Seite schlägt. Das wird der Bibel nicht gerecht. Ideologische Prägungen sind in der Bibelbetrachtung nicht hilfreich.

Wie man die Bibel lesen «sollte» ist eine Frage, die man auf verschiedene Weise beantworten kann. Ich möchte hier vom eigenen Erleben ausgehen, weil ich damit etwas aufzeigen kann, das in der Polarisierung der Standpunkte manchmal vergessen geht. Es gibt keine einfache Antworte.

Die Suche nach Verlässlichkeit

Meine persönliche Suche nach Gott fing an, als ich meine eigene Begrenztheit erkannte. Mein Verstehen oder mein Erkennen ist bruchteilhaft. Das gilt für jeden Menschen. Gleichzeitig konnte ich mir aber nicht vorstellen, dass die Welt unzusammenhängend wäre. Das widerspricht der Wahrnehmung. Gäbe es also eine tragende und stabile, wahre und verlässliche Konstante in dieser Welt? Gibt es einen Gott? Und wenn es einen Gott gibt, wo und wie erfahre ich von Ihm? Das waren einige der Fragen, womit ich mich auf den Weg gemacht habe.

Als ich später von der Frage nach Gott in die Sehnsucht nach Gott und letztlich in die Beziehung zu Gott gelang (vgl. Eph 2,8 und Röm 8,16), und sozusagen in Ihm diese Zuverlässigkeit und Konstante erfuhr, habe ich diese Erfahrung auf die Bibel übertragen. Es war einerseits die Bibel, welche mir dies klar gemacht hat und andererseits hatte ich erkannt, dass die Bibel zuverlässig über diese Welt und über Gott spricht. Das war und ist meine Erfahrung. Das ist jedoch weder eine dogmatische Position, noch ist es eine Ideologie. Nicht alles in der Welt kann ich mit der Bibel erklären oder verklären. Die Erfahrung mit der Bibel jedoch ist real und sie wirkt sich in meinem Leben aus. In Bezug auf Gottes Wesen und Wirken habe ich dankbar immer wieder Neues und Verbindendes aus dem Buch der Bücher entnehmen können.

Text als Text lesen

Vom persönlichen Erleben aus habe ich die Bibel stets zuerst einfach als Text gelesen. Ich war neugierig, was da geschrieben stand. Ich wollte einfach mehr wissen. Das ist meines Erachtens die einzige Grundlage, worauf man sich der Bibel objektiv nähern kann. Der erste Schritt: Lese die Bibel. Lese es einfach, wie es geschrieben steht. Versuche den Zusammenhang, den Text im Kontext, zu verstehen. Interpretiere nichts. Lasse die Geschichten, die Zeugnisse, die Berichte selbst zu Wort kommen. Das sollte das Normale sein. Diese Haltung bringe ich sogar einer Tageszeitung, einem Sachbuch, einem Roman entgegen. Das ist das Mindeste, was ich der Bibel gegenüber tun kan. Scheint das vernünftig? Nun, vielfach wird dieses Vorgehen sofort von Meinungen und Ideologien torpediert. Wie kann das aussehen?

Der konservative Christ wird einwerfen, dass die Bibel doch kein normales Buch ist. Weil die Bibel als Gottes Wort ohne Fehler sei, löst es Angst aus, wenn man an der Schrift rüttelt. Man liest die Bibel durch die Brille des eigenen Verständnisses. Man verwechselt die eigene Ideologie, das eigene Lehrgebäude, mit der Bibel. Das tritt am deutlichsten hervor, wenn man eine angeblich «biblische» Lehre anhand der Bibel als Ideologie entlarvt (siehe den Beitrag «Das Gespräch über Himmel und Hölle»). Man ist nicht frei, die Bibel einfach zu lesen, sondern man kann sie nur aus einer bestimmten Sicht heraus lesen. Das ist echt schräg. Man ist nicht frei.

Theologen können von einer anderen Seite her argumentieren, die ebenso wenig frei ist. Vor einigen Monaten hielt ich einen Andacht über einen Psalm. Verschiedene Theologen waren dabei. Ich las die paar Eingangsverse des Psalmes, der mit den Worten «Ein Psalm Davids…» anfing. Später kam die Kritik. Da wurde erwähnt, ich hätte das so nicht machen dürfen, sondern erwähnen müssen, dass David diesen Psalm vielleicht nicht geschrieben hätte. Ich war schockiert. David war nämlich nicht das Thema. Es ging auch nicht um die Historizität der Psalmen, um den geschichtlichen Kontext. Es war eine Andacht. Es ging darum, was im Psalm geschrieben war. Es ging um den Text. Die Reaktion war seltsam, nicht angebracht, überheblich und irreführend in meinen Augen. Die Erfahrung zeigt mir, dass auch in vermeintlich «professionellen Kreisen» Ideologien prägend sein können. Es wundert mich nicht, wenn bei dieser Art der Betrachtung weder Lebensfragen noch Glaubensfragen zur Geltung kommen.

Wenn die Bibel tatsächlich «gottgehaucht» ist, wie es Paulus seinem Mitarbeiter Timotheus in Bezug auf das Alte Testament schreibt (1Tim 3,16. gr. theopneustos), soll ich doch ein Mindestmass an Respekt dem Wort entgegenbringen. Bibelleser sind nicht per Definition Unmündige, noch sollen wir Gottes Geist in uns unterschätzen. Zumindest sollten wir die Bibel lesen können. Das bedeutet nicht, dass wir unkritisch sein müssen, aber es hilft nicht, mit vorgefassten Meinungen an die Schrift heranzugehen. Selbstverständlich sollten wir offen und gründlich die Bibel studieren. Mit dem eigentlichen Bibellesen (das Thema dieses Beitrages) hat das allerdings nur am Rande etwas zu tun.

Das Gespräch über die Bibel

Ich begegne Leute, denen es unendlich schwer fällt, die Bibel unvoreingenommen zu lesen. Die Prägung aus der Vergangenheit kann so gross sein, dass ein schlichtes und innerlich freies Lesen vom Text häufig gar nicht gelingt. Immer klingen noch Annahmen über die Bibel, Ideologien und Lehrmeinungen mit. Genau darum geht es hier. Wenn wir eine lebendige Gemeinschaft sein wollen, dann braucht es eine Offenheit und Freiheit der Bibel gegenüber. Offenheit und Freiheit gewinnen wir aber nur, wenn wir unsere eigene Begrenztheit anerkennen. Wir wissen nicht alles. Niemand weiss alles. Wir dürfen aber lernen, sogar auch gemeinsam lernen.

Ist es wichtig über die Zuverlässigkeit der Bibel zu reden? Selbstverständlich. Ist die Verbalinspiration der Schrift eine Ideologie oder eine Tatsache? Dazu sollten man sich austauschen. Es geht um die Bereitschaft zu lernen. Wie wir die Bibel lesen ist keine Vorgabe, sondern im besten Fall die Errungenschaft einer Auseinandersetzung. Es braucht keine Polarisierung. Es braucht weder Abschottung gegenüber Andersdenkende noch Überheblichkeit wegen angeblicher Kompetenz. Wenn wir die Bibel lesen, dann geht es nie um die Bibel an sich, oder um eine Meinung oder Ideologie, sondern darum, dass wir Gott kennenlernen.

Vertiefung

Folgendes Video von Worthaus zeigt eine Reise durch die Bibel, die sich am Inhalt der Bibel orientiert.


Die ratlose Kirche

Die ratlose Kirche

Viele Menschen wenden sich von den Kirchen ab. Der Leerlauf der Kirchen begrenzt sich nicht auf die Volkskirchen, sondern trifft auch die Freikirchen, obwohl auf andere Art. Es gibt eine Ratlosigkeit in der Kirche angesichts dieser Änderungen. Warum geht es hier wirklich?

Der ratlose Mensch

Vor der Ratlosigkeit der Kirche gegenüber Kirchenaustritten steht der ratlose Mensch. Der Mensch, der ratlos in der Kirche oder Freikirche steht und sich fragt «Was tue ich hier?».

Vor der Ratlosigkeit der Kirche gegenüber Kirchenaustritten steht der ratlose Mensch.

Der ratlose Mensch ist ein Spiegel für die Kirchen und Gemeinden. Vielleicht sind es die Gleichgültigen, für die Glaube oder Kirche noch nie etwas bedeutet haben. Vielleicht wurden sie in die Kirche hineingeboren, und realisieren nun, dass diese kirchliche oder freikirchliche Struktur nichts mit den eigenen Lebenserkenntnissen zu tun hat. Ich kann das gut verstehen, wenn jemand dann ehrlich für sein Empfinden wählt und austritt. Heute ist das kein Problem. Man kann ohne gesellschaftliche Ächtung aussteigen. Viele tun das.

Der ratlose Mensch kann auch der Enttäuschte sein. Die Ent-Täuschung ist ein Prozess der Aufdeckung aller Täuschungen. Man erkennt, dass die Erwartungen an die Gemeinschaft nicht erfüllt wurden oder vielleicht auch nie erfüllt werden können. Einige entdecken, dass es in der Gemeinde keine Entwicklung gibt, dass neugieriger, lebendiger Glaube und der Wunsch nach ergebnisoffenem Bibellesen, vielleicht sogar das Gespräch über Glaube, nicht erwünscht sind oder nur innerhalb starren dogmatischen Schranken ablaufen dürfen. Die Kirche oder die freikirchliche Gemeinde wird zum Hinderungsgrund für einen lebendigen Glauben. Kann man in solch rigiden Glaubensgemeinschaften verharren? Natürlich nicht. Es kommt zum Austritt.

In beiden Fällen – ob durch Gleichgültigkeit oder durch erkannte Rigidität – der Austritt ist ein positives und gutes Zeichen. Der ratlose Mensch, der austritt, ist nicht mehr ratlos, sondern entschieden. Vielleicht hat er noch keine Lösung für die ureigenen Fragen, aber er verharrt zumindest nicht mehr in einer ungesunden Struktur. Wer sich in diesem Sinne entscheidet, ist kein notorischer Gemeinde-Wechsler, der sich etwa nicht eingliedern kann (ja, die gibt es auch), sondern ein gesunder Mensch, der in ungesunden Situationen nicht verharren will.

Relevanzverlust

Der Leerlauf der Kirche fällt am meisten bei den Landeskirchen auf. Doch kennen auch Freikirchen dieses Phänomen, sogar dann, wenn der Gemeindesaal am Sonntag bis zum Rand gefüllt ist. In Freikirchen ist der Leerlauf vielmehr eine Durchströmung. Enttäuschte Menschen meiden den Gottesdienst und verlassen die Gemeinschaft, was aber nicht so auffällt, weil viele Neuzugänge die Zahlen wieder ausgleichen.

In den Freikirchen ist der Leerlauf vielmehr eine Durchströmung.

Der Leerlauf der Kirchen und der Abschied von Menschen an die organisierte Religion ist ein Merkmal unserer Zeit. Wer von Relevanzverlust spricht, macht eine Beobachtung. Wer dem Relevanzverlust entgegenzuwirken versucht, der verharrt in der Position der Vergangenheit und versucht die Gegenwart dorthin umzubiegen. Das dürfte ein vergebliches Unterfangen sein.

Der ratlose Mensch, der aussteigt, ist das kostbarste Geschenk für die Gemeinschaft. Wer aussteigt, wer umkehrt, der hat erstens etwas erkannt und zweitens den Mut daran etwas zu ändern (siehe auch «Ausbruch aus starren Glaubensstrukturen»). Für die Gemeinschaft kann der Ausstieg Bestürzung auslösen. Der Leerlauf kann Ratlosigkeit bewirken. Das wäre aber gerade der Punkt, an dem man ansetzen kann. Diese Bestürzung und diese Ratlosigkeit können als Anregung wahrgenommen werden. Es kann die Grundlage für eine Selbstreflexion und Erneuerung bedeuten: Was sagen diese Aussteiger über mich selbst, über meine Kirche und über meine Gemeinde aus?

Vermeidungsstrategien

Vor der Reflexion gibt es häufig Vermeidungsstrategien. Man versucht, «zu retten, was noch zu retten ist». Wie man eine Relevanz zu erreichen versucht, sagt viel über die jeweiligen Glaubenssätze der Gemeinschaft aus. Relevanz versucht man häufig über Engagement zu erreichen. Zwei Themen sind beliebt:

  1. Popularisierung, Events und Aktivismus
  2. Soziales Engagement

Bei der Popularisierung geht es um Events, spezielle Gottesdienste, Disco in der Kirche und dergleichen mehr. Lässt sich damit den Leerlauf oder die Durchströmung verhindern? Solange man versucht über äussere Massnahmen «Lebendigkeit» herzustellen, wird das nicht funktionieren. Die Kirche als Begegnungsort, als Kuschelecke, als Kindertreff, als Lebensgemeinschaft schafft zwar Berührungspunkte, aber diese Dinge sind nicht der tragende Kern. Von aussen nach innen zu denken funktioniert auf Dauer nicht.

Wählt man statt Aktivismus eher soziales Engagement? Tatsächlich gibt es hier wertvolle Ansätze, die zu einer lebendigen Gemeinschaft beitragen, wie Diakonie, Seelsorge oder Lebenshilfe. Wenn eine örtliche Kirchgemeinde so etwas wie ein Anker in der Gesellschaft sein kann, finden bereits dadurch Menschen zur Kirche und nicht selten auch zu einem lebendigen Glauben. Wenn es jedoch das Ziel ist, dass «Menschen zur Kirche finden», dann wird daraus klar, dass die Institution das eigentliche Thema ist. Diese Erwartung muss früher oder später enttäuscht werden. Auch hier gilt, dass man das Pferd nicht hinter dem Wagen spannen darf. Der Glaube ist nicht die Folge von Diakonie, sondern erst aus dem gelebten Glauben kann wirkliche Diakonie entstehen, die auch als «christlich» erkennbar ist. Nicht die Diakonie rettet die Kirche, sondern eine Gemeinschaft worin die Menschen zum lebendigen Glauben ermutigt werden, diese rettet die Diakonie. Auf die Reihenfolge kommt es an.

Jede Gemeinschaft kann nur von innen her genährt werden.

Jede Gemeinschaft kann nur von innen her genährt werden (siehe «Woraus Gemeinschaft entsteht») und nur von innen nach aussen eine Wirkung entfalten. Eine Kirche, die ihre Existenzberechtigung an äusserlichen Dingen aufhängen will, verliert zwangsläufig die Merkmale einer Kirche als Glaubensgemeinschaft und damit in Folge ihre Existenzberechtigung. Daran ist an sich nichts falsch, aber man ist eben keine Kirche mehr.

Gefäss und Inhalt

Die Selbstverständlichkeit einer kirchlichen Präsenz oder die Selbstverständlichkeit eines «christlichen» Abendlandes ist vorbei. Wer den Relevanzverlust entgegenzuwirken versucht, hat bereits verloren. Man versucht dann nur das aufgedruckte Ablaufdatum mit einem neuen Datumskleber auszutricksen. Das ist Etikettenschwindel. Es geht nämlich nicht um Relevanz. Der Relevanzverlust ist zwar eine Beobachtung, aber es ist nicht das eigentliche Thema. Es mag hart tönen, aber es geht nie um die Kirche oder um die Gemeinde, noch geht es darum «wie wir mehr Menschen in die Kirche bringen».

Ratlosigkeit gibt es nur aus einer Verwechslung von Gefäss und Inhalt. Die Institution oder die Organisation, sogar die gerade gelebte Kultur oder die traditionelle Ausprägung, sind nie das Wesentliche. Die Gemeinschaft entstand einst aus einem bestimmten Grund. Um diesen Grund geht es, nicht um das historisch gewachsene Gebilde. Wer nur die Kirche oder Freikirche retten will, der will das Gefäss retten, nicht den Inhalt. Es geht jedoch nicht um die Schläuche – es geht um den Wein, der darin aufbewahrt wird (Mt 9,17).

Wenn die Kirche eine Glaubensgemeinschaft ist, also von innen her genährt wird und über einen gemeinsamen Kern verfügt, kann sie tatsächlich nach aussen hin wirken. Die Relevanz entsteht aus dem einzigen Kern, aus dem die Kirche jemals ihre Kraft geschöpft hat: die gemeinsame Berufung von Christus her (siehe «Die wahre Grundlage für Gemeinschaft»).

Eine Zeit des Umbruchs

Ratlosigkeit ist ein Zeichen falscher Fokussierung und irreführender Erwartungen. Die Beobachtung kann jedoch zur Selbstreflexion führen. Diese kann den Weg zu einem Paradigmenwechsel frei machen. Warum geht es wirklich? Was ist in dieser Welt und in Bezug auf das Evangelium von Jesus Christus tatsächlich relevant? Viele Menschen sind ratlos angesichts der Irrelevanz der Kirche. Sie steigen aus, weil die alten Schläuche nicht mehr zum neuen Wein passen.

In einem Interview mit Professor Dr. Jürgen Moltmann sagt dieser: «Kirche funktioniert auch ohne Landeskirchenämter und die vielen Referenten. Die Bürokratien behindern und lähmen die Arbeit vor Ort. Karl Barth hat dies auch so verstanden. Er sprach von Christen- und Bürgergemeinde und nicht von Kirche und Staat» (jesus.de, Interview vom 28.11.2013, hier). In einem anderen Beitrag, welcher auf Livenet veröffentlicht wurde, sagt er: «Die evangelische Kirche müsse in Zukunft stark freikirchlich geprägt sein, wenn sie überleben wolle. In einer multireligiösen Gesellschaft können die Kirchen nicht mehr Volkskirchen sein, sondern sie werden auf ihren eigenen Füssen stehen müssen» (Interview vom 23.02.2018, hier). Hier entsteht die Idee einer «Freiwilligkeitskirche» oder «Mitgliedskirche», die von der Basis her, aus der Gemeinschaft selbst heraus entsteht, und in Menschen persönlich greifen muss – weil sie selber ergriffen worden sind.

In den USA wurde der Begriff «Emerging Church» geprägt. Emerging heisst so viel wie «hervorbrechen». Es ist das neue hervorbrechende Glaubensverständnis, das Altes abschält und Neues hervorkommen lässt. Nach dieser Bewegung ist die Kirche nicht mehr hierarchisch geprägt, sondern sie wird ständig neu formuliert, geformt, gedacht, weil dies der aktuellen Zeit entspricht. Darin enthalten ist auch die Ansicht, dass bisherige Kirchenformen überholt sind, wie ein Anachronismus, und wir den Mut haben sollten Neues zu denken.

Kirche als Netzwerk einzelner Menschen? So in etwa könnte die Emerging Church funktionieren. Es gibt jedoch nicht eine einzige Form der Emerging Church. Nicht jede Äusserung muss als gut und gesund betrachtet werden. Es ist die Bewegung selbst, das Bewegen, welches zentral steht. Der Bezug zu Christus ist nicht abhängig von einer äusseren Schale, einer Kirche oder Denomination. Das Leben von Christus lässt sich nicht in einem System pressen. Ebenso lässt sich das Leben von Christus gut ausserhalb der traditionellen Kirchen leben. Wenn die Kirche zur Institution, zum System, zum Regelwerk verkommen ist – und das gilt gleichermassen für Volkskirchen wie für freie Gemeinden – dann werden Menschen aussteigen und einen neuen Zugang suchen, die für sie selbst stimmt. Das nämlich entspricht der heutigen Zeit. Es ist eine wertfreie Feststellung ohne Pro oder Kontra zur Entwicklung.

Tip:
Eine gute Einführung in diese Entwicklung ist das Buch «Der Schrei der Wildgänse. Aufbrechen zu einem freien Leben in Christus jenseits von Religion und Tradition» von Wayne Jacobsen und Dave Coleman (Amazon: hier), das in einer fiktiven Geschichte viele Fragen und Entwicklungen skizziert, die zum Begriff «Emerging Church» passen.

Leben wir in einer Zeit des Umbruchs? Zweifellos. Die hier skizzierten Entwicklungen geschehen bereits. Angesichts des Leerlaufs der Kirchen ist die Ratlosigkeit der Kirchen real. Die Kirche is aber nie das Thema. Ebenso real ist die Enttäuschung vieler Menschen über Freikirchen. Es muss einen anderen Weg geben. Der ratlose Mensch darf sich auf das Wesentliche besinnen. Ist diese Besinnung nicht auch das, womit Paulus uns ermutigt?

«Und dafür bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr in Erkenntnis und allem Feingefühl dazu überfliesse, dass ihr prüfet, was wesentlich ist, damit ihr auf den Tag Christi aufrichtig und unanstössig seid, erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus ist, zur Verherrlichung und zum Lobpreis Gottes.»
Phil 1,9-11

 

 


Die Gemeinde in Rom

Die Gemeinde in Rom

In Römer 1,8 fängt ein neuer Briefabschnitt an. Die Grussformel sind vorbei. Paulus richtet sich nun an die Gemeinde in Rom. Als erstes will er eine Brücke bauen, nämlich eine Beziehung herstellen, die es so noch nicht gab.

Der Glaube der Römer

«Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle, da euer Glaube in der ganzen Welt verkündigt wird»
Röm 1,8

Paulus war noch nie zuvor in Rom gewesen, wie er das einige Verse weiter beschreibt (Röm 1,10 und Röm 1,13). Er schreibt also einen Brief an eine Gemeinde, die er nur vom Hörensagen kennt. Was hat er über diese Gemeinde gehört? Das kommt in diesem Vers zur Sprache. Paulus dankt nämlich Gott, durch Jesus Christus, und zwar «für euch alle, da euer Glaube in der ganzen Welt verkündigt wird». Ihr Ruf ist der Gemeinde in Rom vorausgeeilt. Man spricht über diese Gemeinde. So hat auch Paulus von dieser Gemeinde gehört. Das gelang so ganz ohne Internet und FaceBook, weil Menschen miteinander gesprochen haben.

Bedenken wir, dass Rom das Zentrum des römischen Reiches war. «Alle Wege führen nach Rom» war damals die logische Magnetwirkung des Machtzentrums. Menschen kommen und gehen. Rom war eine pulsierende Metropole des Altertums. Es wurde Handel getrieben und die Stadt florierte. Die Römer hatten ein Strassennetz quer durch das Reich gebaut. Es gab eine Infrastruktur, die selbstredend nicht nur für militärische, sondern auch für andere Zwecke genutzt wurde. Reisende erzählten Geschichten, berichteten von Rom, von den Menschen dort. So wurde auch von den Gläubigen aus der Hauptstadt erzählt.

Von der Gemeinde in Rom wurde bekannt, dass ihr Glaube hervorsticht. Weil Glaube immer durch Liebe wirksam wird (Gal 5,6) dürfen wir dabei an konkreten gemeinschaftlichen Aktionen denken. Die Gemeinde in Rom war als Gemeinschaft unterwegs. Es ist ein Zeugnis ihrer Zuversicht und ihres Gottvertrauens. Glaube also nicht als private Angelegenheit, der im stillen Kämmerlein und nur für sich gelebt wird (wie das heute oft der Fall ist), sondern es ist der Glaube dieser Gemeinschaft, der nach aussen getragen wurde. «Euer Glaube wird in der ganzen Welt verkündigt.»

Die Sehnsucht des Apostels

«Denn mein Zeuge ist Gott (dem ich in meinem Geist am Evangelium Seines Sohnes Gottesdienst darbringe), wie unablässig ich euer gedenke, allezeit in meinen Gebeten flehend, ob ich etwa endlich einmal so glück daran sein werde, durch den Willen Gottes zu euch zu kommen. Denn ich sehne mich danach, euch zu Gesicht zu bekommen.»
Röm 1,9-11

Paulus sehnt sich danach, die Römer kennenzulernen. Das meint er ernst. Er ruft sogar Gott als Zeuge an, wie unablässig er die Gemeinde vor Augen hat. Er trägt die Gemeinde ständig im Gebet und fleht Gott an, er möge ihn doch auch einmal nach Rom reisen lassen. Das dauert jedoch, und obwohl er diesen Wunsch auch bei anderer Gelegenheit äussert (Apg 19,21), wird er erst viel später nach Rom gelangen und auf andere Art als er dies gedacht hat. Gegen den Schluss der Apostelgeschichte lesen wir, wie er gefangen genommen wird und sich zur Rettung seiner Haut vor den jüdischen Landleuten schützt, indem er sich (als römischer Bürger) auf den Kaiser beruft (Apg 25,10). Paulus sollte demnach vor dem Kaiser kommen und wurde als Gefangener nach Rom verschifft (Apg 25,21 Apg 28,16).

In welcher Beziehung steht Paulus zu den Römern? Das wird gerade ausgelotet. Der Zugang ist über den gemeinsamen Glauben, über das gemeinsame Vertrauen auf denselben Gott. Das ist das verbindende Element. Sich selbst sieht er als Diener Gottes. Er hat einen Auftrag. Er richtet sich als Apostel, als Gesandter mit einem Auftrag, an die Gemeinde. Paulus schreibt, dass er Gott «in meinem Geist am Evangelium Seines Sohnes Gottesdienst darbringt» (Röm 1,9).

Sein Aposteltum sieht er als ein Gottesdienst. Zwar ist dies kein Gottesdienst im Sinne eines Kirchenbesuches oder Tempelbesuches, sondern Gottesdienst in wahrem Sinne und als Bildsprache. Sein Gottesdienst findet im Geist statt (vgl. Phil 3,3). Das ist trotzdem sehr pragmatisch. In seinem geistlichen Dienst wirkt als Mensch unter Menschen. Es ist ein bildhafter Gottesdienst, der sich zum Beispiel auch in diesem Brief äussert. Paulus sucht den Kontakt, sucht die Verbindung mit den Gläubigen in Rom, damit er sein Dienst erfüllen kann. Es ist die Liebe des Christus, die ihn zu seinem Dienst drängt (2Kor 5,14).

«Denn ich sehne mich danach, euch zu Gesicht zu bekommen, damit ich euch etwas geistliche Gnadengabe mitteile, um euch zu festigen»
Röm 1,11

Das geistliche Wohlergehen der Römer ist ihm ein Anliegen. Auch am Ende des Briefes kommt er noch einmal auf dieses «festigen» zu sprechen:

«Ihm aber, der euch festigen kann gemäss meinem Evangelium und der Heroldsbotschaft von Christus Jesus…»
Röm 16,25

Die frohe Botschaft, womit Paulus unterwegs ist, die Verkündigung von Jesus Christus, das ist die geistliche Gnadengabe, womit er die Römer «festigen» will. Geistliche Stabilität ist das Ziel, als Ausdruck eines erwachsenen Glaubens. Viel später schreibt Paulus an die Gemeinde in Kolosse:

«…so bin ich doch im Geist bei euch und beobachte mit Freuden eure Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens an Christus»
Kol 2,5

Paulus hat immer das geistliche Erwachen der Menschen vor Augen. Die Menschen sollten geistlich erwachsen werden. Dieses Thema wiederholt sich ebenso in jedem anderen Brief. Es geht um die «Auferbauung der Körperschaft Christi, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum gereiften Mann, zum Mass des Vollwuchses der Vervollständigung des Christus, damit wir nicht mehr Unmündige seien, von jedem Wind der Lehre wie von brandenden Wogen hin und her geworfen…» (Eph 4,12-14). Das ist das Ziel von Paulus' Dienst.

Die Wechselwirkung

Paulus gibt sich als Mensch zu erkennen. Für ihn ist Glaube nicht bloss Theologie oder verstandesmässige Auseinandersetzung. Es geht um ein ganzheitliches Begegnen. Wenn er die Gemeinde in Rom vor Augen hat, dann will er dort aufs Ganze gehen, sich selbst investieren, aber auch selbst zugesprochen werden.

«Dies geschieht aber, damit mir mit zugesprochen werde unter euch durch den beiderseitigen Glauben, den euren wie auch den meinen»
Röm 1,12

Paulus sieht sich als Teil dieses Austausches. Auch er braucht Zuspruch. Er steht zwar in einem Dienst, und kommt mit einer gewissen Autorität von Christus, aber in der Begegnung ist er auch selbst ein Mensch. Er will auch Empfänger von Gemeinschaft, von Gottes Gnaden sein. Es ist der beiderseitige Glauben, der hier betont wird. Die Römer sollten ihn auch als ihresgleichen erkennen. Er ist an diesen Austausch interessiert. Er sucht sie, hatte aber noch keine Gelegenheit dazu.

«Auch will ich euch nicht in Unkenntnis darüber lassen, meine Brüder, dass ich mir oftmals vorsetzte, zu euch zu kommen (bisher wurde es mir verwehrt), damit ich auch unter euch etwas Frucht habe, so wie auch unter den übrigen Nationen.»
Röm 1,13

Sein Dienst war nie begrenzt, sondern geradezu unbegrenzt. Es gab keinen Grund, die Römer von der Verkündigung etwa auszuschliessen. Im Gegenteil, auch sie sollten auferbaut werden. Auch unter den Römern möchte Paulus «etwas Frucht» von seiner Arbeit sehen. Das Bild von «Frucht tragen» findet man an vielen Stellen, vom berühmten Gleichnis vom Weinstock (Joh 15) bis hin zum neunfachen «Frucht des Geistes» (Gal 5,22). Es ist ein positives Bild. Es wird ein Samen gelegt und die Pflanze wird gepflegt. Dann folgt irgendwann Frucht. Es ist auch ein Sinnbild für Zuversicht, denn die Gemeinde wächst «nach Gottes Wachstum» (Kol 2,19).


Liebe Dich Selbst

Im ersten Teil dieses Beitrages geht es um eine allgemeine Aussage: Liebe dich selbst. Dazu gibt es auch ein Video eines Beziehungscoaches. Im zweiten Teil geht es darum, die Liebe Gottes, wie sie in der Bibel beschrieben wird, nachzuspüren, um daraus das «Liebe Dich Selbst» neu zu entdecken. Das Letzte ist wichtig, weil «sich selbst zu lieben» in vielen christlichen Kreisen einen schlechten Ruf hat.


Liebe Dich Selbst

Dieser Titel ist so gar nicht christlich. Stimmt! Leider.


Liebe Dich Selbst ist kein Slogan, kein Werbespruch. Es ist eine Notwendigkeit. Wir sind die Hauptdarsteller in unserem eigenen Leben. Jeder Mensch soll auch die Möglichkeit haben sich selbst zu lieben. Darum geht es in diesem Beitrag. Nur ist das leider oft nicht so einfach. Mangelnde Selbstliebe kann Grund für unsägliches Leid in Beziehungen sein. Es geht um Selbstannahme, um Lebensmut, um Lebensfreude und letztendlich auch darum, ob wir als Menschen auch Befreite im Glauben sind.

Liebe dich selbst

Etwas vom Schwierigsten ist es vielleicht, sich selbst zu lieben. Gott liebt uns – kein Problem! Wir lieben unsere Kinder, unsere Partner, vielleicht gute Freunde, wir lieben die Eltern, alle auf eine eigene und besondere Art. Andere zu lieben – kein Problem! Viele tun das so. Aber einer oder eine blendet man aus: Sich selbst.

Andere lieben können, aber sich selbst nicht lieben, das geht jedoch nicht. Es sieht zwar so aus, dass es klappt, dass man lieben kann, aber ist wie ein Versteckspiel mit den eigenen Verletzungen. Deshalb wird geliebt, aber in Erwartung einer Erlösung durch den Anderen. Eine solche Liebe wird sich erschöpfen. Sie wirkt nicht transformierend, sondern bewirkt Abhängigkeit. Diese Art der Leidenschaft ist das, was Leiden schafft. Der Partner wird instrumentalisiert zur Schmerzbekämpfung, benutzt als Quelle der Beruhigung eigener Schmerzen. Das ist keine erfüllende Art der Beziehung und sie kann es auch nicht werden.

Die zentrale Frage lautet: Kann ich mich selbst lieben, so wie ich bin, mit allen Mängeln und Vorzügen, mit allen Ängsten und Freuden, mit meinem Versagen und den Versagen Anderen mir gegenüber? Kann ich alle fromme Floskeln hinter mir  lassen und mein Leben, mich selbst sowie meine Ängste und Hoffnungen ehrlich anschauen, ansprechen und durch eine liebevolle Auseinandersetzung verwandeln?

Täuschungsmanöver

Wer sich selbst nicht liebt, der leidet. Andere können diese empfundene Lücke, den Schmerz, die empfundene Minderwertigkeit, das Nicht-Genügen, die schmerzhafte Unvollkommenheit der eigenen Existenz nicht ausmerzen. Wer sich selbst nicht liebt, der kann keine gleichwertige und erfüllende Beziehungen eingehen, wählt immer wieder die falschen Beziehungen, wiederholt die alten Muster, spricht von «vergebener Liebesmüh» oder zieht sich in die Beziehungslosigkeit zurück.

Projizieren wir unsere Ängste oder Hoffnungen auf einen Anderen, dann lösen wir dadurch bloss ein Täuschungsmanöver aus. Es werden Beziehungen gelebt in der Hoffnung, dass der Andere mich heilt, begegnet, berührt, befreit, rettet. Das funktioniert jedoch nicht. Ich muss Verantwortung für mein eigenes Leben und für meine eigene Gefühle übernehmen. Erst wenn ich wirklich frei bin, kann ich in dieser Freiheit auch das erfüllende Gegenüber wahrnehmen und darauf eingehen. Erst wenn ich wirklich frei bin, kann ich sowohl mein Menschsein als auch mein Glaube in dieser Welt ausleben.

Bin ich bereit mich selbst wahrzunehmen, mit mir selbst einen eigenen Weg ohne Täuschungsmanöver zu gehen? Traue ich mich, innezuhalten und mich um meine eigene Bedürfnisse zu kümmern, mich verwandeln zu lassen, eine neue Perspektive zu gewinnen? Kann ich meine Ängste und Fehler auch vor meinem Partner, vor meinen Freunden ausbreiten, wenn das nötig und hilfreich ist? Kann ich mich abgrenzen? Bin ich spürbar, für mich selbst, für Andere?

Den Weg zurück zu sich selbst ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Man kann entweder auf der Flucht bleiben oder sich selbst anschauen, sich selbst neu begegnen, den eigenen Ängsten neu in die Augen schauen, sich verwandeln lassen, neu beginnen.

Die grösste Liebe Deines Lebens

Martin Uhlemann ist ein Coach und er spricht viel über Beziehungen. Es geht im nachfolgenden Video um Achtsamkeit, um Wahrhaftigkeit, um echte Perspektiven für unser Leben. Dies ist kein «christliches» Video und meiner Meinung nach muss es das nicht sein. Wir werden als Mensch geboren, nicht als Christ. Wie Martin Uhlemann aber ganz nebenbei auf Gott und Glauben zu sprechen kommt ist wertvoll und anregend.

Was braucht es, damit wir unser Leben erfüllen? Wie kommen wir soweit, dass wir ein volles Ja zu uns selbst aussprechen? Wie werden wir zu Liebenden?


Eine biblische Pespektive der Liebe

Gott ist Liebe

Johannes schreibt: «Gott ist Liebe» (1Joh 4,16). Das gehört zu den zentralen Aussagen der Bibel. Ebenso ist bezeugt, dass Gott die Welt liebt (und nicht nur einige wenige darauf, Joh 3,16). Paulus schreibt zur Gemeinde, dass Gott «in Liebe uns für sich vorherbestimmt hat» (Eph 1,5). Wenn wir etwas über Gott wissen können, dann ist es dies, das Sein Wesen Liebe ist. Diese Botschaft ist umwerfend und befreiend. Es ist diese Liebe (gr. agape), die selbstlos liebt, ohne Vorbehalte. Es ist weder ein frommer Wunsch noch ein Service, den wir mit irgendeiner Leistung abgelten müssen, noch ist es eine leere Behauptung. Die Liebe Gottes wird geschenkt, weil dies Seinem Wesen entspricht.

Was immer auch geschieht, in unserem Leben und in dieser Welt, mit allem, was über Gottes Handeln auch geschrieben ist, das geschieht aus dieser Liebe heraus. Deswegen heisst es auch, dass Gott das All im Sohn Seiner Liebe erschaffen hat und es durch Ihn trägt (Kol 1,13-17). Liebe ist das tragende Element in dieser Welt, auch wenn das nicht immer unmittelbar sichtbar ist. Die Liebe Gottes hat ein Ziel vor Augen, arbeitet auf etwas hin. Diese Liebe wirkt in der Zeit. Daraus kann eine Zuversicht entstehen.

Paulus bringt die frohe Zuversicht auf den Punkt:

«Was wird uns von der Liebe Gottes scheiden, die in Christus Jesus ist? … Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Boten noch Fürstlichkeiten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendeine andere Schöpfung uns werden scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.»
Röm 8,35-39

So einfach ist es aber nicht

Aber… Ist das jetzt nicht etwas schwammig, diese Liebe Gottes? Immer wieder erhalte ich den Eindruck, dass bei vielen Gläubigen mit der Liebe Gottes etwas zugedeckt wird, wo man eigentlich hinschauen sollte. Zwar ist die Liebe Gottes wahr und ein grosses Gut, aber es sollte uns nicht als Entschuldigung dafür dienen, echte Lebensfragen auszuweichen.

Wenn ich also nur von der Liebe Gottes rede, dann geht etwas anderes verloren, nämlich der Bezug zum eigenen Leben und zu den ganz eigenen Lebensfragen. Johannes schreibt «Gott ist Liebe». Etwas anderes geht dem aber unmittelbar voran:

«Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe»
1Joh 4,8

Wer selbst nicht liebt, hat Gott nicht erkannt. Wer nicht liebt! Nur wer liebt, seht und steht in einer Linie mit Gottes Wesen und Wirken. So schreibt Paulus, dass nur «Glaube etwas vermag, der durch die Liebe wirksam ist» (Gal 5,6). Liebe wird immer zu einer Tätigkeit. Liebe muss wirken, weil das dem Wesen der Liebe entspricht.

Daran erkennt man Gottes Wirken und auch befreites Leben, dass geliebt wird. Es geht um vorbehaltsloses, erwartungsfreies und ganzheitliches Lieben. Wenn wir nicht lieben, dann stimmt etwas nicht. Dann sollten wir hinschauen.

Im Leben ist nicht alles fromm und nur in Bibeltexten zu verpacken. Es braucht zwar ein gesundes Mass an Erkenntnis, aber nicht nur Bibelkenntnis. Es braucht auch Selbstkenntnis und einer Offenheit dem Leben gegenüber. Wir haben Lebensfragen, die so dringend sind, dass sie es verdienen zum Hauptthema gemacht zu werden – bis wir diese gelöst haben. Versteckspiele hinter Bibeltexte oder fromme Selbsttäuschung haben dort keinen Platz. Wer lieben will, braucht ein hörendes Ohr, ein sehendes Auge (Spr 20,12) und ein weites Herz (2Kor 6,11-13).

Erst dann fängt es an.

Nach dem Bilde Gottes

Der Mensch ist erschaffen «nach dem Bilde Gottes» (1Mo 1,27; Jak 3,9). Von Jesus wird gesagt, dass Er das Bild des unsichtbaren Gottes ist (Kol 1,15 vgl. 2Kor 4,4). Der Sohn ist auch «Ausstrahlung Seiner Herrlichkeit und das Gepräge Seines Wesens» (Heb 1,2).

Greife ich zu weit, wenn ich nun das Wesen Gottes, diese Liebe Gottes, auch als Funktion oder Merkmal des menschlichen Wesens erkenne? Sind wir nicht auf Gottes Liebe hin ausgelegt? Wollen wir nicht selbst auch ganz real geliebt werden? Und umgekehrt, sucht unser Lebensdrang nicht auch dorthin, dass auch wir selbst lieben? Vielleicht ist diese Liebe nicht immer spürbar, vielleicht ist unser Bedürfnis an Liebe nicht gestillt, aber erkennen wir das Bedürfnis als Teil unseres Selbst, unseres Menschseins?

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

Was findet sich dazu an hilfreichen Gedanken in der Bibel? Bereits in den Mosebüchern heisst es «Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst» (3Mo 19,18). Ich kann aber meinen Nächsten, auch meinem Partner, meinen Kindern, meinen Freunden und wer auch immer nicht lieben, wenn ich mich selbst nicht lieben kann.

Im Neuen Testament wird dieser Gedanke wieder aufgenommen. Ein Jude aus der Gruppe der Pharisäer fragte Jesus einmal:

«Lehrer, welches ist das grosse Gebot im Gesetz?» Er aber entgegnete ihm: «Lieben sollst du den Herrn, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Denkart. Dies ist das grosse und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Lieben sollst du deinen Nächsten wie dich selbst! An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten»
Mt 22,36-40 vgl. 5Mo 6,5 und 3Mo 19,18.

Der Apostel Paulus schreibt sehr ännlich:

«Denn das gesamte Gesetz wird in dem einen Wort erfüllt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!»
Gal 5,14

Du sollst… andere lieben wie dich selbst! Voilà! Da haben wir es, unmissverständlich und klar. Es braucht eine gesunde Selbstliebe. Damit wird kein Narzismus gemeint und keine unfruchtbare Ich-Bezogenheit, sondern ein Annehmen des eigenen Menschseins.

Ja zu sich selbst sagen

Woran können wir dabei denken? Vielleicht an solchen Dingen: Sich selbst annehmen, wie man ist. Sich bewusst werden, dass man nicht allein unterwegs ist. Bescheidenheit und Realitätssinn. Verantwortung für das eigene Leben übernehmen, ganz ohne Ablenkungsmanöver oder Versteckspiele. Können wir liebevoll und gnädig mit uns selbst umgehen? Wahrhaftigkeit auszuleben ist das Anliegen. Ganz Mensch sein, aber auch in der Gnade Gotres stehen können. Nicht in der Vergangenheit verharren. Abschied nehmen, wenn etwas nicht weiter geht. Zu sich stehen. Sich abgrenzen können, sorgfältig mit sich selbst umgehen.

Sich selbst zu lieben steht nicht in einem luftleeren Raum, sondern es heisst «liebe deinen Nächsten wie dich selbst». Das ist eine Tätigkeit, die in zwei Richtungen zeigt. Beide Seiten sind gleichermassen einbezogen, das Gegenüber und ich selbst. Den Nächsten zu lieben steht auf einer Linie damit, sich selbst zu lieben. Da ist eine Wechselwirkung. Es ist vor allem nicht statisch, sondern lebendig. Zu lieben ist eine Aktivität, ein Drängen des Herzens. So wie Paulus vielleicht an anderer Stelle schreibt «Denn die Liebe des Christus drängt uns…» (2Kor 5,14). Da wird er tätig. Da geschieht etwas. Da wird geliebt und gelebt.

Im Epheserbrief stehen mehrere Gebete von Paulus. In Kapitel 3 betet er, dass Gott

«…es Euch gebe – dem Reichtum Seiner Herrlichkeit entsprechend – durch Seinen Geist in Kraft standhaft zu werden am inneren Menschen, damit Christus durch den Glauben völlig in euren Herzen wohne und ihr, in Liebe gewurzelt und gegründet, erstarken möget, um mit allen Heiligen zu erfassen, was die Breite und Länge und Tiefe und Höhe ist (um auch die alle Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus zu erkennen), damit ihr zur gesamten Vervollständigung Gottes vervollständig werdet.»
Eph 3,14-19

Paulus zielt mit diesen Worten auf eine Vervollständigung der Gläubigen. Damit wird das noch Fehlende ergänzt. Es wird «voll». Das geschieht, wie es der Apostel hier beschreibt, aufgrund konkreter Liebe. Er spricht von der Liebe des Christus, die auf dieses Ziel hin wirkt. Eine Erkenntnis, die wir mitnehmen dürfen ist diese: Wir können und dürfen in Liebe gewurzelt und gegründet werden. Darin liegt die weitere Entwicklung. Erkenne ich das Ziel Gottes? Sehe ich nach dem Wort von Paulus, dass jeder von uns, dass ich selbst in diesem Ziel eingeschlossen bin? Vervollständigung Gottes heisst es, die in uns Gestalt annehmen will.

Liebe Dich selbst und lasse Gott mit Dir und mir, sowie mit dieser Welt, zum Ziel kommen. Liebe Dich selbst, denn nur das ist die Anerkennung der Liebe Gottes. Das Fundament wurde gelegt. Jetzt traue Dich, das zu tun, was Gott schon lange tut: Dich zu lieben.


Mein Gott bist Du

Mein Gott bist Du

«Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle, da euer Glaube in der ganzen Welt verkündigt wird»
Röm 1,8

Paulus dankt seinem Gott. In dieser Aussage liegt sowohl eine Anerkennung als auch eine Gewissheit. Sie ist Ausdruck von Vertrautheit und einer persönlichen Beziehung. «Zuerst danke ich meinem Gott…»

Gleichzeitig ist es auch Paulus' Anerkennung, dass Einer über ihn steht. Es ist ein Gott, Dem er alles zumutet, Der alles in der Welt und die Welt selbst trägt. So spricht er bei anderer Gelegenheit von Gott als «der Gott, der die Welt und alles was darin ist, geschaffen hat» (Apg 17,24-29).

Mehr als ein diffuses Gottvertrauen

Schlichtes Gottvertrauen haben noch viele Menschen, aber oft ist es diffus und von einem religiösen Gefühl nicht zu unterscheiden. Es braucht schon etwas mehr, will man zur Aussage «meinem Gott» gelangen. Es ist aber nicht etwa nur eine «christliche» Erfindung, oder etwas, das erst im Neuen Testament bekannt wird. Das stört mich immer etwas, wenn in christlichen Kreisen die persönliche Gottesbeziehung sozusagen «gepachtet» wird. Denn dann würden wir die Tenach (das Alte Testament) gleich ausser Spiel setzen. Denn dort lesen wir beispielhaft:

«Ein Psalm. Von David. Als er in der Wüste Juda war. Gott, mein Gott bist du; nach dir suche ich. Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und erschöpften Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir, um deine Macht und deine Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen werden dich rühmen. So werde ich dich preisen während meines Lebens, meine Hände in deinem Namen aufheben. Wie von Mark und Fett wird meine Seele gesättigt werden, und mit jubelnden Lippen wird mein Mund loben, wenn ich deiner gedenke auf meinem Lager, über dich nachdenke in den Nachtwachen. Denn du bist mir zur Hilfe geworden, und im Schatten deiner Flügel kann ich jubeln. Meine Seele hängt an dir, deine Rechte hält mich aufrecht.»
Psalm 63,1-9

Gerade weil David eine so persönliche Beziehung pflegte, mit allem was Ihm da bekannt war, sprechen seine Psalmen uns heute noch an. David ist ganz bei sich und ganz bei seinem Gott, wenn er singt:

«Preisen will ich dich mit meinem ganzen Herzen!»
Psalm 138,1

Von der Tenach zum Neuen Testament

David wurde von Gott «ein Mann nach meinem Herzen» genannt (1Sam 13,14, Apg 13,22). Wenn wir dem biblischen Zeugnis nicht verengt sehen wollen, können wir «Glauben» nicht auf «Glauben an Jesus» begrenzen. Täten wir das, dann verkennen wir Gottes Wirken in der Tenach (im Alten Testament).

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen damals und heute. Aber worin liegt dieser Unterschied? Wenn wir von Paulus lesen, dass er seinem Gott dankt, so schliesst er gewiss bei diesen Erfahrungen aus der Tenach an. Wie aber tut er das?

Paulus steht nicht mehr an derselben Stelle wie ein David. Wenn Paulus in den ersten Versen des Römerbriefes schreibt, dass er mit dem Evangelium Gottes vertraut wurde, welches Gott zuvor durch Seine Propheten in heiligen Schriften verheissen hatte, dann verwies das auf den Ursprung und auf die Verheissung. Nun spricht er aber von einer Erfüllung. Denn nach dem, was Paulus schreibt, sind die Verheissungen Realität geworden. Und mit den Erfüllungen der Verheissungen steht er auf neuem Boden. Das hat alles mit Gottes Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn, zu tun. Deshalb schreibt der Apostel hier, und an unzähligen anderen Stellen, die Verbindung zu Jesus Christus dazu:

«Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus…»
Röm 1,8

 


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