Der Fall Satans

Satan als Ursprung der Sünde? Weshalb die Lehre vom Fall Satans ein Irrtum ist.


Der Fall Satans soll erklären, wie die Sünde in die Welt gekommen ist. Diese Lehre behauptet, Satan sei als makelloser Engel erschaffen und hat sich dann gegen Gott aufgelehnt und so gesündigt. Diese Entwicklung wird als «Fall Satans» beschrieben und damit ist dann gemeint, dass es ein moralischer Fall war, der aus einem himmlischen Wesen einen teuflischen Luzifer hervorbrachte.

Diese Lehre ist der Bibel fremd. Sie wird nirgendwo erwähnt oder nur angedeutet.

Die Lehre vom «Fall Satans» beginnt überall so: Die Lehre wird vorausgesetzt und dann werden Bibelstellen dazu zitiert, die genau das aussagen sollen. Liest man jedoch die Bibelstellen für sich allein und im Kontext, steht von all dem gar nichts. Die Lehre eines «Fall Satans» ist eine Irrlehre, die der Bibel übergestülpt wird und verheerende Folgen für das Gottesbild hat.

Was hat das mit mir zu tun?

Glauben wir an diesen Fall Satans, ändert das unser Bild von Gott. In dieser Lehre ist Gott nicht mehr allmächtig, allsehend, allwissend. Er wurde sozusagen von einem aufmüpfigen Engel «überrumpelt», der dann zum «Teufel» mutierte. Die Lehre besagt, dass das Böse den Ursprung in Satan hat, entgegen klaren biblischen Aussagen.

Für das Böse ist Gott nicht mehr zuständig, wie es Jesaja noch formuliert hat, sondern Satan ist es. Satan hat uns das eingebrockt. Was bleibt ist also ein unvollständiges Gottesbild und einen Gott, dem leider etwas aus der Hand gerutscht ist – die Welt und allen Menschen darauf. Das hat sofort etwas mit mir zu tun, denn: Welchen Gott vertraue ich?

Darum geht es beim Reden über den Fall Satans in Konsequenz über diese Frage:

Welchen Gott haben wir?

Ich kenne diese Lehre nicht. Wo finde ich etwas darüber?

Es gibt viele Beiträge. Die ausführlichsten Darstellungen fand ich auf englischen Websites, wie beispielsweise hier:

Bild: Gustave Doré  (1832–1883)