Dreieinigkeit

Der Gott der Bibel ist Ein Gott.


Gott ist Einer. Gott ist nicht drei. Die Bibel ist da ganz eindeutig, sowohl in der Tenach (z.B. 5Mo 6,4) als auch im Neuen Testament (1Kor 8,6).

In klarem Widerspruch mit dem biblischen Zeugnis steht die Lehre einer Dreieinigkeit, wonach Gott zwar irgendwie Einer wäre, aber im Wesen doch drei verschiedene «Personen» beinhalte: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Erstaunlich ist, dass die Bibel selbst mit keinem Wort von der Dreieinigkeit spricht. Weder gibt es diesen oder einen ähnlichen Ausdruck, noch wird an irgendeiner Stelle das Prinzip erklärt.

Man kann in der Bibel sehr vieles nachlesen, über Gott, den Vater, über Seinen Sohn und ebenso über Gottes Geist. Keines dieser Aussagen muss bezweifelt werden. Sie begründen jedoch nirgendwo eine Dreieinigkeit.

Weil die Bibel mit keinem Wort von dieser Lehre spricht, fällt es mir auch nicht schwer, sie abzulehnen. Die Bibel spricht nicht von einer Dreieinigkeit, also sehe ich keine Notwendigkeit, daran glauben zu müssen. Die Lehre der Dreieinigkeit entstand als kirchliches Dogma zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert und wurde in einer Reihe von Konzilien gegen andere Einsichten durchgesetzt. Dies geschah so überzeugend, dass jeder, der nicht an diese Lehre glaubt, exkommuniziert werden sollte. Bis heute sind viele Christen felsenfest davon überzeugt sind, dass die Dreieinigkeit in der Bibel gelehrt wird, und das jeder, der das ablehnt, ein Häretiker sein muss. Nichts aber ist weiter von der Wahrheit entfernt.

Das Ziel der Beiträge auf dieser Seite ist es, typische Bibelstellen zum Thema im eigenen Licht zu betrachten. Ich lade Dich ein, mit Neugierde mitzulesen und selbst zu prüfen, was an den Bibelstellen dran ist. Eine kritische Auseinandersetzung will eine eigene Meinungsbildung unterstützen. Darum geht es auch hier.

Die Dreieinigkeit ist ein Dogma. Als solches ist sie das Resultat einer theologischen Auseinandersetzung. Obwohl sich eine Dreieinigkeit nicht in der Bibel zurückfinden lässt, so gibt das Dogma doch einen interessanten Einblick in die theologische Auseinandersetzung selbst. Das Dogma ist immer eine Formulierung einer bestimmten Erkenntnis, die sich dann gegenüber andere Erkenntnisse durchgesetzt hat. Dabei ging es durchaus nicht immer um Theologie allein, sondern auch um Macht und Vorherrschaft, und um bestimmte Fragen und Strömungen, die sich dazumal ergaben. Ein Dogma muss – als menschliche Folgerung – nicht per se die Stimme Gottes und die Wahrheit sein. Dogmen sind fest in der damaligen Welt eingebunden und sprechen von den Auseinandersetzungen der alten Kirche.

Was aber lesen wir über Vater, Sohn und Heiliger Geist? Das lässt sich mit Gewinn in der Bibel nachspüren.