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Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört

Bloss vom Hörensagen lässt sich niemand richtig kennen. Es braucht schon einen direkten Kontakt, damit man jemand kennenlernt. Höre ich jemand über eine andere Person sprechen, so ist das vielleicht ganz informativ, aber es kann nie die persönliche Begegnung mit dieser Person ersetzen.

Ganz ähnlich geht es auch mit einem lebendigen Glauben. Lebendig ist es nur, wenn wir es nicht vom Hörensagen haben. Auch hier geht nichts ohne die persönliche Begegnung. Ich kann mit anderen Menschen über Gott sprechen, aber ich sollte auch mit Gott selbst sprechen. Ich kann Bücher über die Bibel lesen, sollte aber nicht versäumen die Bibel selbst zu lesen. Ich kann selbst versuchen etwas zu verstehen, will aber auch Gottes Geist dazu raum geben, in mir Klärung und Ausrichtung zu schenken.

Das ist eine Erfahrung, die wir machen dürfen. Ganz so sprechen auch folgende Bibelstellen:

«Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. Darum verwerfe ich mein Geschwätz und bereue in Staub und Asche.»
Hiob 42,5-6

«Wir glauben nicht mehr um deines Redens willen, denn wir selbst haben gehört und wissen, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt ist.»

Joh 4,41-42

«Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die…»
Joh 7,37-39

Die drei Zitate stehen in drei Geschichten. Erst die Begegnung mit Gott hat bei Hiob zur bemerkenswerte Aussage geführt, dass er bis dahin Gott wohl nur vom Hörensagen kannte. Jetzt aber hat er Ihn gesehen. Die Leute in Samaria bezeugen im Zusammenhang des zweiten Zitates: «Und noch viel mehr Leute glaubten um seines Wortes willen». Diese hatten ihn nun selbst gehört. Und im Kontext des dritten Zitats heisst es: «An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, …». Das ist die persönliche Einladung.

Nicht mehr vom Hörensagen, sondern eine direkte Begegnung – das ist es, was uns zuteil werden will. Das ist die Aussicht, wenn wir uns Ihm zuwenden. Das wünsche ich Dir und mir jeden Tag von neuem.